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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BORKNAGAR - Epic
Band BORKNAGAR
Albumtitel Epic
Label/Vertrieb Century Media Records
Homepage www.borknagar.com
Verffentlichung 21.06.2004
Laufzeit 57:55 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Als "Post-Blackmetal" wird die Mucke BORKNAGAR's im Infoschreiben bezeichnet, haha! Aber so ganz unrecht hat es damit nicht, hat sich die norwegischen Ausnahmetruppe doch noch nie so recht ins Panda-Metier drcken lassen. So auch nicht im neusten Release "Epic", das wieder mal smtliches Scheuklappendenken sprengt, um in musikalische Dimensionen vor zu dringen, die noch nie zuvor ein Metaller gehrt hat... Na ja, wer BORKNAGAR kennt, wei, dass ihn alles andere als leichte Kost erwartet, verlangt einem der avantgardistische Mix aus rudimentrem Schwarzmetall und abgefahrenen, reichlich komplexen Songstrukturen schon einiges ab. Im Vergleich zum 2001er Release "Empiricism" sind die Mannen wieder weniger eingngig geworden, so dass klasse Songs wie "Future Reminiscence", "The Weight of Wind" oder "The Inner Ocean Hypothesis" schon einige Anlufe brauchen, um zu znden und hngen zu bleiben. Dafr sorgt nicht zuletzt der von Lars A. Nedland (auch SOLEFALD) bediente Synthie, der mal symphonisch im Geigen-Gewand, akzentuierend oder begleitend als Piano oder gar sphrisch als Hammond-Orgel die Songs zu einem guten Teil mitgestaltet. Die Vocals von Vintersorg schwanken dazu stets zwischen aggressivem Keifen und einem hohen Anteil an Klargesang. Letzterer ist zwar zweifelsohne gelungen und auf seine Art einzigartig, kann aber nach wie vor nicht gegen den seiner Vorgnger anstinken, Simen und vor allem Garm haben ein wahrlich schweres Erbe hinterlassen. Dass sich die brigen Instrumente ebenfalls nicht verstecken mssen, versteht sich von selbst. Fr den etwas leise abgenommenen Bass und die Drums zeichnete sich Asgeir Mickelson verantwortlich, whrend die Klampfe von BORKNAGAR-Boss Oystein G. Brun in allen Gitarren-mglichen Weisen zur Geltung gebracht wird. Theoretisch knnte man ein Review zu jedem einzelnen Track auf "Epic" schreiben, aber da das den Rahmen bei weitem sprengen wrde, muss ein allgemeiner Eindruck an dieser Stelle gengen.
Fest steht jedenfalls, dass man, wenn man "Epic" gengend Durchlufe zur vollen Entfaltung Zeit gibt, mit einem vielschichtigen und immer wieder berraschenden Album belohnt wird, in dem sich stets neue Feinheiten entdecken lassen. Fans der Borkennager knnen bedenkenlos zugreifen, allen anderen sei auf jeden Fall eine Probefahrt nahe gelegt.
   
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