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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

COLDWAR - Pantheist
Band COLDWAR
Albumtitel Pantheist
Label/Vertrieb Plastic Head / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/thisiscoldwar
Verffentlichung 28.04.2014
Laufzeit 50:56 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Sieht man sonst immer nur Bilder von frhlichen Iren, Kobolden mit Goldtpfen unter dem Arm und Whiskey trinkenden alten Mnnern in Kerrygold Werbung, treten COLDWAR den Beweis an, dass in Irland nicht immer alles im grnen Bereich sein muss. Mit ihrem bereits fnften Album namens "Pantheist" zeigen die fnf Herren, dass man auch ziemlich wtend sein kann auf der Insel.
Was bei diesem aggressiven Mix schnell ins Ohr sticht, ist der nicht alltgliche Gesang und die stampfenden Rhythmen, die der Scheibe ihren harten Charakter verpassen. Beides in der Kombination erinnert durch seine verschrobene Art und Weise einerseits an die neuseelndischen Psycroptic, die hnlich unkonventionell an den Gesang herangehen, andererseits an die Franzosen von Gojira, die hnlich markante stampfende Rhythmen gebrauchen. Allerdings klingt das im Gegensatz zu den beiden anderen Kapellen weitaus destruktiver. Whrend bei Gojira wie auch Psycroptic der Fokus auf dem System liegt, reien COLDWAR das System hier aufgrund einer gewissen Kompromisslosigkeit eher in Stcke. In den entscheidenden Momenten ziehen die Iren nicht etwa zurck und geben dir eine kurze Verschnaufpause, nein, es wird einfach mit Groove- und Death-hnlichen Passagen weitergeprgelt, oder man haut auf die Riffs noch ein Solo mit drauf. Das bedeutet aber nicht, dass "Pantheist" ein schnelles oder kurzweiliges Vergngen darstellt, denn die Songs fallen bis auf eine Ausnahme nie unter die Grenze von fnf Minuten. Meist sind sie sogar deutlich lnger, folgen dabei aber kaum mal einer bestimmten Dramaturgie, oder andersherum, die Dramaturgie ist meist nur schwer nachzuvollziehen.
So fallen COLDWAR mit "Pantheist" ganz klar in das Raster der Truppen, die definitiv keinen Kiddie-Punk und Popper-Metal spielen, sondern Musik fr Erwachsene machen. Das mag arrogant klingen, unter genau diese Spielart lassen sich aber eben auch Mannschaften wie Lakei, Celeste, Gojira und hnliche fassen. Auf deren Liveshows sind kaum Teenies anzutreffen, was Grnde haben mag. Bei COLDWAR drfte dies hnlich sein, merkt man der Musik doch absolut an, dass sich hier niemand anbiedert oder um irgendetwas schert. So wird das Konzept schlielich auch mit knallharter berzeugung durchgezogen. Kann man so machen.
   
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