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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MARTY FRIEDMAN - Inferno
Band MARTY FRIEDMAN
Albumtitel Inferno
Label/Vertrieb Prosthetic Records / Soulfood Music
Homepage www.martyfriedman.com
Verffentlichung 23.05.2014
Laufzeit 48:44 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 11 von 15 Punkten
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MARTY FRIEDMAN drfte durch seine Zeit mit MEGADETH am bekanntesten sein, hat aber schon vorher mit CACOPHONY zwei Kultalben verffentlicht und ber die Jahre einige Soloalben eingespielt. Und dieses Jahr ist es mal wieder so weit, der gute Mann, der in Japan ein echter "Superstar" ist, hat im Mai mit "Inferno" ein neues Werk vorgelegt. Auf dem gibt es nicht nur Instrumentals sondern auch einige Songs mit echtem Gesang und jede Menge Gste wie Danko Jones, Alexi Laiho (CHILDREN OF BODOM) oder das anerkannte Akustik - Duo RODRIGO Y GABRIELA.

Trotzdem (oder natrlich) startet das Album mit dem schnellen instrumentalen Titelstck, das zunchst mal sehr gefhlvoll beginnt. Danach gibt es typisch fr Marty jede Menge schnelle neoklassische Lufe, eher feelingbetonte Parts und packende Riffs, was das Stck ber die Spielzeit von mehr als fnf Minuten spannend hlt. Das Instrumental "Resin" startet dster und atmosphrisch, bevor es sich zu einer leicht aggressiven, fast schon hektischen Nummer entwickelt. Danach folgt mit dem Instrumental "Wicked Panacea" ein echtes Highlight des Albums: Die flamencomigen sehr virtuosen Akustikgitarren von RODRIGO Y GABRIELA prgen das Stck besonders rhythmisch und lassen Marty Spielraum fr gefhlvolle Solomelodien. "I Can't Relax" ist die erste Nummer mit Gesang, den hier Danko Jones beisteuert. Ein schneller recht einfach gehaltener poppiger / punkiger Song mit rockigem Gitarrensolo. Bestimmt gut umgesetzt, aber eigentlich nicht das, was man auf einem Album von MARTY FRIEDMAN erwartet. In "Meat Hook" mit einem Saxophon, das sich durch den ganzen Song zieht, wird es sehr experimentell. Das von Alexi Laiho und Danko Jones gemeinsam eingesungene "Lycanthrope" klingt sehr nach CHILDREN OF BODOM (aggressiv und hektisch), wobei hier ein schnes neoklassischen Solo herausragt. Danach sind die Experimente aber vorbei. Das gemchliche "Undertow" klingt sehr gefhlvoll / virtuos und ldt mit seinen cleanen und Akustikgitarren zum Trumen ein. Dann wird es in "Horror" nochmal dster und doch melodisch. Insbesondere spanisch geprgte Akustiklufe begeistern neben den virtuosen elektrischen Gitarren, die teilweise an CACOPHONY erinnern. Das Stck wurde gemeinsam mit dem legendren Jason Becker komponiert, dem Marty hier ein verdientes Tribut zollt. Zum Abschluss schliet sich der Kreis, den im letzen Stck nimmt Marty das "Inferno" - Thema nochmal sehr feelingbetont auf.

Ein sehr abwechslungsreiches Album eines virtuosen Gitarristen, das mir teilweise ein kleines bisschen zu experimentell / "stilfremd" ist. Auch ohne die "Songs" wre hier noch genug spannende Gitarrenmusik zu entdecken gewesen. Und wer sich auf ein instrumental geprgtes Album einlsst will eigentlich keine aggressiven punkig geprgten Songs hren, oder? Aber auch diese Stcke sind wirklich gut gemacht, weshalb das sicher jammern auf hohem Niveau ist. Ohne die Songs wre die Note fr das Album halt nochmal hher ausgefallen. Betrachtet man diese Stcke als "Bonustracks" bleibt immer noch ein vielseitiges Album. Und am Ende wollte Marty diese Songs sicher genau so auf dem Album haben. Reinhren lohnt sich auf jeden Fall.
   
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