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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NACHTGREIF - Unter Strom
Band NACHTGREIF
Albumtitel Unter Strom
Label/Vertrieb D7/Membran
Homepage www.facebook.com/nachtgreif
Verffentlichung 30.05.2014
Laufzeit 50:16 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Nachtgreif nennt sich die neue Spielwiese von Thorsten Fries, dem ehemaligen Snger der Melancho-Rocker von Winterland. Und die hat mit deren doch eher in ruhigen Fahrwassern schippernden und radioorientiertem Sound nichts mehr zu tun, lediglich Thorstens geniale Texte sind geblieben. Aber musikalisch fhrt der Gute mit seinen beiden Mitmusikern Udo Spohn (Gitarren, Bass und Synthies) sowie Arndt Hebel (Drums) mit Nachtgreif ein wesentlich hrteres Brett auf. Gut 75% sind im guten alten Heavy Metal verankert und das restliche Viertel wird mit etwas Gothik und Hardrock aufgefllt. So verwundert es aufgrund der tiefen Stimmlage des Sngers nicht, dass das Ergebnis manchmal wie eine Mischung aus Judas Priest, Rammstein und Unheilig klingt. Ich selbst habe so eine Mischung im deutschsprachigen Rock jedenfalls noch nicht gehrt, gebe aber gerne zu dass sie mir ganz gut gefllt. Schwere Riffs, fetzige Solos und gute Melodien verbunden mit klasse Texten sorgen fr einen hohen Wiedererkennungswert. Stellt euch doch einfach die hrteren Sachen von Subway To Sally ohne mittelalterliche Instrumente und Texte vor, dann habt ihr eine ungefhre Vorstellung vom Nachtgreif-Sound. Da das Trio auf ein Abdrucken der Texte im Booklet verzichtet hat, ist der Hrer quasi gezwungen, der Musik die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Finde ich persnlich nicht ganz so gut, weil ich gerne Texte beim Hren mitlese, aber die Aussprache ist wenigstens deutlich, weshalb das keine groen Probleme verursacht. Zeit zum Trumen ist nur beim Albumfinale, und zwar beim gleichnamigen Song. Davor rockt die Scheibe sehr ordentlich, und zwar meist im schnellen Midtempo-Bereich. Eine sehr interessante Scheibe fernab von jeglichen Kommerzgedanken!
   
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