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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ARKONA - Yav
Band ARKONA
Albumtitel Yav
Label/Vertrieb Napalm Records/ Universal Music
Homepage www.facebook.com/arkonarussia?ref=ts&fre...
Verffentlichung 25.04.2014
Laufzeit 68:58 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Vorab muss ich gestehen, dass ich noch nie von ARKONA gehrt habe. Auf zwlf Jahre und mittlerweile sieben Studioalben zurckblickend muss man der Band aus Russland zugestehen, Vieles richtig gemacht zu haben, zumal sie in der Pagan-Szene einen sehr guten Ruf genieen. Kommen wir zur Musik:
"Yav" lsst sich nicht ganz einfach beschreiben, zumal ARKONA auf ihrer knapp 70 Minuten langen musikalischen Reise zahlreiche Elemente der verschiedensten Sparten in ihre teils eingngigen, teils sperrig-berladenen Stcke einflieen lassen. Melodic Metal mit gelegentlicher progressiver Ausrichtung und Frauengesang trifft auf Pagan und Folk-Elemente. Aber auch vor 70er- und 80er Rock-Einflssen, sowie vereinzelten Death Metal-Ausflge macht die Truppe keinen Halt. Vielseitigkeit ist Trumpf, doch bei all diesen Eindrcken, die auf den Hrer einprasseln, wirkt "Yav" oft etwas unaufgerumt und zu verspielt.
Das spezielle Markenzeichen ist der Gesang von Frontfrau Masha Arkhipova, welche sich auf dem neuen Werk nach Herzenslust austoben darf. Ob voluminse, klare Singstimme, bedrohliches Gerchel, verzweifeltes Wimmern oder knallharte Growls, die Dame rockt mal gewaltig. Sicherlich sollte man ein offenes Ohr fr die durchweg russischen Texte mitbringen, denn der typisch osteuropische Klang der Sprache ist schon recht eigenwillig, aber auch ziemlich interessant. Auf Anhieb fllt mir bis auf den wirklich schnen, enorm finsteren Rausschmeisser "V ob'jat'jah kramoly" kein wirklicher Anspieltipp ein, dafr ist die Scheibe einfach zu komplex und vielseitig. Letztendendes kann ich die Musik von ARKONA nur als durchaus originell und spannend bezeichnen, innovative Mischungen, die man nicht so schnell einordnen kann, gibt es nicht so oft, dafr auf jeden Fall einen Pluspunkt und natrlich fr die unterhaltsame Leistung von Masha, ansonsten bin ich mit den Songstrukturen und der berladenen Produktion ein bisschen berfordert. Etwas weniger ist manchmal eben doch besser. Aber das ist alles Geschmackssache, also Reinhren kann absolut nicht schaden.
   
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