Navigation
                
12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BURY TOMORROW - Runes
Band BURY TOMORROW
Albumtitel Runes
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage https://www.facebook.com/burytomorrow
Verffentlichung 30.05.2014
Laufzeit 49:33 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Mit "Runes" legt die englische Metalcore Band BURY TOMORROW ihr drittes Langeisen vor. Die Scheibe ist dabei im ersten Moment nicht viel anders als so viele Andere. Dafr macht die Band aber auf den zweiten Blick irgendetwas im Gegensatz zu den ganzen anderen Klonen richtig, denn sie treffen einen Nerv bei mir. hnlich wie bei den amerikanischen Hand To Hand ist es mir aber auch hier anfangs ein Rtsel, warum mir diese Platte im Gegensatz zu den ganzen Kopien und Metalcore-Truppen gefllt, wird doch eigentlich nichts anderes gemacht, als sonst. Gebrll in der Strophe, Gesang im Refrain, dazwischen viel Gepose und Gehopse. Auffllig ist aber, dass es kaum stumpfe und eintnige Passagen gibt, sondern das Bild meist mehr geprgt ist von schnen abwechslungsreichen Leads. Die Briten schaffen es, die Melodien so anzuordnen, dass ich von mir selbst berrascht bin, wie sehr ich doch angetan bin.
Ein Aspekt knnte auch die Tiefe und Ernsthaftigkeit hinter der Musik sein. BURY TOMORROW klingen weit entfernt von einer weiteren Teenie Band, sondern eher nach erwachsenem und durchdachten Metal, dem eine leicht poppige Attitde anhaftet. Die Refrains sind zwar sehr "catchy" gehalten, wissen aber einfach mit ihrem leicht melancholischen Charakter sehr wohl zu gefallen. Die Melodien sind schlicht gut und bleiben im Ohr hngen. Dagegen wirken die hrteren Momente keineswegs aufgesetzt, sondern ebenfalls glaubwrdig, sofern man so etwas bei dieser Musik sagen kann. Zudem ist die Gesangsstimme von Gitarrist Jason Cameron ein echter Hinhrer und tatschlich mindestens eine Klasse besser als die vieler seiner Kollegen. Ohne in eine weinerliche Dosenffner-Mentalitt zu verfallen, wei der Junge, wie man sein Organ vernnftig benutzt und beherrscht und dies auch ber die ganze Platte einzusetzen. Die gutturale Stimme seines Partners Daniel Winter Bates dagegen ist nur eine unter vielen, in eben jenen Momenten wird aber viel mit Hilfe der Gitarrenarbeit abgefangen.
So ist "Runes" tatschlich noch etwas gelungen, was ich selbst kaum mehr fr mglich gehalten htte. Eine Metalcore Platte, die mir tatschlich noch mal richtig gut gefllt und einen Daumen hoch von mir bekommt. Wer sich erstmal selbst berzeugen mchte, hat mit "Watcher" und "Last Of The Ice" zwei Anspieltipps, mit denen er/sie sich berzeugen kann.
   
<< vorheriges Review
G.O.D. - Back To The 80s - Unplugged
nchstes Review >>
AGALLOCH - The Serpent & The Sphere


 Weitere Artikel mit/ber BURY TOMORROW:

Zufällige Reviews