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22. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ZANTHROPYA EX - Hure meiner Sinne
Band ZANTHROPYA EX
Albumtitel Hure meiner Sinne
Label/Vertrieb SAOL
Homepage zanthropyaex.de
Verffentlichung 02.05.2014
Laufzeit 62:00 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Jetzt mal ehrlich, die junge Generation hat es heutzutage stellenweise nicht mehr ganz so einfach. Konnten wir unsere Eltern und zuknftigen Schwiegereltern noch mit einem einfachen Pentagramm auf dem T-Shirt oder mit dem Titel "Die stumme Ursel" von Sodom schocken, mssen sich die Jung-Metaller von heute schon etwas anderes einfallen lassen. Denn die Elterngeneration im Hier und Jetzt ist einiges gewohnt und mit vielen - fr damalige Verhltnisse - Skandalen der Musikgeschichte aufgewachsen. Death Metal-Texte sind da meist schon mal ein guter Anfang. Aber oft versteht man diese kaum und was tun, wenn der nervige Groonkel, den man loswerden mchte, kein Englisch spricht? Hier habe ich vielleicht die Lsung fr euch: Zanthropya Ex. Eigentlich ist an den Texten nichts auergewhnlich, sie sind dster, gegen Religion, sexistisch und sehr "lebensbejahend" eben, wie die meisten Texte aus dem Genre. Das Hilfreiche ist aber, dass "Hure meiner Sinne" komplett in Deutsch gehalten und gesanglich klar verstndlich ist und auf jegliche Art von blumiger Umgangssprache verzichtet. Wenn die ersten F-Worte und hnliche Schlagwrter fallen, klingt das oft sehr hart und man berlegt oft, ob das nicht stellenweise die geschmackliche Grenze schon berschreitet. Meiner Meinung tut es dies aber nicht, denn wenn wir den gleichen Text auf Englisch hren wrden, wrde es keinen Menschen stren, wenn Textpassagen wie "Hang The Bitches" auftauchen wrden. "Hngt die Huren hher" oder "meine Mutter fickt so gut" oder andere Passagen klingen allerdings zugegebenermaen gerade auf Grund der Hrte der deutschen Sprache schon recht derb. Man kann sicher darber streiten inwieweit das lyrisch anspruchsvoll ist, aber das ist ein Streitpunkt, den wir bei jeder Sprache oder jeder Form des Textes fhren knnten. Ansonsten ist das Album zwar keine Sternstunde der Metalgeschichte, aber ein gutes, treibendes Album mit der ntigen Brutalitt. Es eignet sich prima dazu angestaute Aggressionen weg zu moshen. Der Gesang ist sehr Old School und knnte vielleicht etwas abwechslungsreicher sein, aber gerade zu der Art von Musik passt er und besitzt die ntige Aggressivitt. Zweiter Kritikpunkt ist, dass mir die Sologitarrenparts zu schwach abgemischt sind.

Fazit: Solide Death und Thrash Metal Scheibe. Fans von Eisregen und hnlichem knnten die Platte mgen.
   
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