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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EYEHATEGOD - Eyehategod
Band EYEHATEGOD
Albumtitel Eyehategod
Label/Vertrieb Century Media Records / Universal
Homepage www.eyehategod.ee
Verffentlichung 23.05.2014
Laufzeit 44:45 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Tot geglaubte leben bekanntlich lnger- dieser Spruch scheint auch auf die Erfinder des Sludge, EYEHATEGOD aus New Orleans zu zu treffen. 1988 fingen ein paar Chaoten an, mit Punk, Doom und Black Metal zu experimentieren und grndeten die neben CROWBAR und spter DOWN die erfolg- und einflussreichste Metalband aus der Metropole am Golf von Mexiko. Die Band und einzelne ihrer Mitglieder im besonderen waren selten einem ernsthaften Drogenexzess abgeneigt, was sich sowohl in kreativer Hinsicht als auch in der Menge ihrer bislang verffentlichten Alben bemerkbar machte. Umso erstaunlicher ist, wie frisch und tatendurstig EYEHATEGOD auf ihrem nach sich selbst benannten Album, sieht man vom Livealbum "10 Years of Abuse (and Still Broke)" (2001) und der Best-Of "Preaching the "End-Time" Message" (2005) ab, ihrem ersten nach 14 Jahren Pause (!) klingen. Der Aufreier "Agitation! Propaganda!" klingt erfrischend nach 1980er-Black Metal und erinnert nicht nur durch seinen Titel an die guten, alten Max-Cavalera-SEPULTURA. Anschlieend schaltet der Fnfer aus dem Sumpf wieder etwas zurck und pendelt sich bei gewohnt mittlerem Tempo ein. Zwar geht's immer mal wieder etwas flotter zur Sache (Killer: "Framed To The Wall"), aber grundstzlich sind hohe Geschwindigkeiten nicht das Ding von EYEHATEGOD. Das andere Ding der Band, lang gezogene Feedback-Intros werden diesmal auf ein Minimum reduziert- ob die harten Fans das Gezwitscher vermissen werden? berhaupt klingt "Eyehategod", als htten die Beteiligten einen lngeren Aufenthalt bei der Entzugsklinik Betty Ford hinter sich, denn diesmal wirken die Songs nicht mehr wie Mitschnitte Drogen induzierter Jamsessions, sondern eben wie, naja, Songs. Lediglich bei "Flags And Cities Bound" mit seinen Samples werden Erinnerungen an Alben wie "Dopesick" oder meine persnliche berplatte "Confederacy Of Ruined Lives" wach. Auch wenn "Eyehategod" sicher nicht das Ultimativum der Mglichkeiten von EYEHATEGOD darstellt, so ist es ein sehr erfreuliches und willkommenes Lebenszeichen dieser Ausnahmeband. Jetzt bin ich zuversichtlich, dass es knftig wieder fter was von EYEHATEGOD zu hren gibt und dass man weiterhin mit dieser Band rechnen kann/darf/muss. Das ist supergeil so!
   
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