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21. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CRYSTAL CROW - Once Upon A Midnight Dreary
Band CRYSTAL CROW
Albumtitel Once Upon A Midnight Dreary
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.facebook.com/crystalcrowband
Verffentlichung 09.05.2014
Laufzeit 52:13 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Diese mir vorher unbekannte Band irgendwo aus den Tiefen des nrdlichen Schwarzwaldes habe ich erst krzlich live gesehen. Und zwar im Konstanzer Kulturzentrum K9, wo sie Teil des lokalen Metal Festivals 'Crushing The Underground' waren, das dort schon zum vierzehnten Male durchgefhrt wurde. Mir gefielen ihr schwerer und dsterer Sound und ihr zurckhaltendes, aber sympathisches Auftreten auf der Bhne auf Anhieb. Nach dem Konzert berreichte mir Snger Dirk "Whych" Binder auf Anfrage die ganz frisch fertig gestellte neue CD der Gruppe und deshalb will ich hier ein paar Worte darber verlieren. Crystal Crow bezeichnen ihre Musik als Dark Metal und das trifft es auch ziemlich genau. Wenn man ihre CD hrt, kommen einem recht schnell groe Verwandte wie Paradise Lost oder auch Tiamat in den Sinn. Aber auch ein wenig die todtraurigen Sisters Of Mercy. Das ganze Album ist von Schwere, Dsternis, Wehmut und einer gewissen 'Grabesstimmung' durchzogen, die musikalisch sehr ausdrucksvoll dargestellt wird. Whych beherrscht eine recht weite Skala stimmlicher Ausdrucksmglichkeiten, von melancholischem Gesang ber wtendes Keifen und tiefe Growls bis zu klaren, mittigen Hhen. Gitarrist Andreas Welowski ist ein Knner seines Fachs und bringt mit seinem variablen Spiel eine Menge Farbe in den Klangkosmos von Crystal Crow. Schlagzeug und Bass legen ein dichtes Fundament und treiben die depressive Weltuntergangswalze stetig und unerbittlich nach vorn, mal langsam und zhflssig, mal energisch marschierend. Ab und zu setzen Einsprengsel wie gesampelte Keyboards oder Frauenstimmen zustzliche Akzente. Stcke wie der Einstieg "No Place In Paradise", das getragene "The Call", das etwas beschwingtere "Dance Of Death" oder der passend betitelte bedrohliche Rausschmeisser "Time Ends" liefern wie der ganze Rest eine Menge Atmosphre und Drama. Vielleicht knnten Crystal Crow noch ein Prise mehr Abwechslung vertragen, aber fr Leute, denen das gepflegte Traurigsein Freude macht, ist das hier ein sehr geeigneter Soundtrack. Eine gute Scheibe. Und das Cover ist auch sehr gelungen.
   
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