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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

METSATÖLL - Karjajuht
Band METSATÖLL
Albumtitel Karjajuht
Label/Vertrieb Spinefarm Records/Universal Music
Homepage www.metsatoll.ee
Veröffentlichung 07.03.2014
Laufzeit 44:47 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Melodisch, energetisch und mit einer ordentlichen Portion Härte präsentiert sich das neue Album der estnischen Folk-Metal-Band METSATÖLL. Als Basis dient weiterhin der Thrash-Metal, der von traditionellen Blas- und Saiteninstrumenten I wie unter anderem Zither und Dudelsack abgerundet wird. Das überwiegend traditionell angehauchte Liedgut geht zurück ins 13. und 14. Jahrhundert und handelt von den Unabhängigkeitskriegen, die in den rauen Songtexten fokussiert werden. Ernsthafte Themen umhüllt von einem düsteren Mantel. Das Quartett hat hier nach dem Vorgänger "Ulg" nochmal einen auf die Schippe gelegt und Eigenständigkeit bewiesen. Der bärtige Front-Langhaar-Zottel Markus "Rabapagan" Teeäär grölt eintönig, aber voller Sangeslust ins Mikro und versprüht jede Menge Energie, da stört es nicht all zu sehr, dass er nicht jeden Ton trifft. "Must Hunt" beweist Hitcharakter und versprüht Tanz- und Trinklaune. Aber die Truppe kann auch ruhig, wie das gefühlvolle "Talismann" beweist. "Karjajuht" hat ein paar Höhepunkte zu bieten, aber bei einigen Songs fehlt es mir an tiefgründiger Atmosphäre und Emotionalität. Diese Lieder zünden dann nicht, plätschern dahin, dadurch wird es zwischenzeitlich etwas langatmig und langweilig. Das Ganze wird durch die mangelnde Abwechslung verstärkt, denn die meisten Titel sind im Midtempo gehalten. Es fehlt also der richtige Arschtritt. Wenn auch nicht ganz mein privater Geschmack, lässt sich sagen: Die Stimmung an sich stimmt, die Matte kreist, der Sound ist passabel, die Sprache eher gewöhnungsbedürftig. Die heidnischen Folk-Metaller können sich hier aber einer guten Kost bedienen um in Fahrt zu kommen.
   
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