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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ENTHRONED - Sovereigns
Band ENTHRONED
Albumtitel Sovereigns
Label/Vertrieb Agonia Records/ Soulfood
Homepage www.enthroned.be
Verffentlichung 15.04.2014
Laufzeit 40:22 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die bsen Jungs von ENTHRONED melden sich zwei Jahre nach dem letzten, meiner Meinung nach, sehr gelungenen Werk "Obsidium" mit zwei neuen Mitgliedern an Schlagzeug und Gitarre und einem weiteren satanischen Stck Black Metal zurck. "Sovereigns" setzt grob gesehen genau da an, wo der Vorgnger aufhrte. Geboten wird acht Mal verhltnismig harte Schwarzware, die sich einerseits an den 90er-Jahre-Gren orientiert, aber dabei immer mal wieder ber den Tellerrand schaut.
Schon die ersten beiden Stcke "Sine Qua Non", sowie "Of Feathers And Flames" berraschen mit vielen Passagen in gedrosseltem Tempo. Ersteres wirkt leider auch nach mehreren Durchgngen zu monoton und irgendwie spannungsarm. Bei den "Federn und Flammen" geht mehr, denn hier zeigt sich, dass die Truppe es doch versteht, interessant aufgebaute Stcke zu kredenzen. So stelle ich mir schon eher die akustische Hlle vor. Beim dritten Song fllt schon auf, dass sich ENTHRONED scheinbar die Kritik einiger Schreiberlinge angenommen haben und versuchen, ihren bisherigen Weg phasenweise zu verlassen. In Bezug auf "Osidium" halte ich den Vorwurf der Austauschbarkeit allerdings fr totalen Quatsch. Jedenfalls geht es hier meist etwas sperriger zur Sache. Die dezenten, unheilvollen Chre im Hintergrund kommen auch auf "Sovereigns" zum Einsatz und sorgen fr dstere Stimmung. Melodische, rasend schnelle Gitarrenlufe gibt es spter bei "Divine Coagulation", hier klingt das Album noch am ehesten nach ENTHRONED, wie ich sie kennengelernt habe. Auch whrend der abschlieenden beiden Nummern wird in Sachen Tempo doch noch etwas mehr geboten, so ist die zweite Hlfte ganz klar die schnellere und Schwarzmetall-typischere.
Trotz allem will sich die Scheibe nicht so wirklich im Ohr festsetzen. Versteht mich nicht falsch, die Belgier sind alteingesessene Profis und haben es technisch absolut drauf, aber diesmal fehlen mir einfach ein paar Hits. Die Eingngigkeit und Abwechslung der letzten Scheibe geht hier berwiegend flten. Erneuerungen sind ja schn und gut, aber am Ende mssen die Songs im Ohr hngen bleiben und das passiert zumindest bei mir nur selten. Da ich aufgrund der Sympathie fr den Vorgnger etwas befangen bin, muss ich zum Schluss noch loswerden, dass "Sovereigns" absolut ordentlich ist, aber eben nicht wirklich das, was ich erwartet habe. In meinen Augen geht die Band einen kleinen Schritt zurck. Trotzdem kann man sich neben WATAIN und NAGLFAR, die einen hnlichen Sound aufweisen, ganz gut behaupten. Nur der groe Erfolg wird sich wahrscheinlich auch mit dieser Platte nicht einstellen.
   
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