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27. April 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LYRONIAN - Crisis
Band LYRONIAN
Albumtitel Crisis
Label/Vertrieb Deep Symmetry Records / Alive
Homepage www.facebook.com/lyronian
Alternative URL www.lyronian.com/
Verffentlichung 28.03.2014
Laufzeit 61:45 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung /
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Lyronian gibt es seit ca. 10 Jahren und Kopf hinter diesem Projekt ist ein Mann namens Alex Warwick Kern. Ihr Debt Album "Side Scan" erschien 2009. Nun liegt mit "Crisis" das zweite Album vor. Untersttzt wurde Kern dabei vom Produzenten Jose Alvarez Brill (Wolfsheim, Unheilig). Musikalisch ist das Album irgendwo zwischen Gothic, Electro Wave, Trance & Synthie-Pop einzuordnen. "New Sense" nennt sich das dann. Dominierend ist aber meiner Meinung nach vor allem der 80er Synthie-Pop. Mir ist das alles zu poppig und zu sentimental. Okay, das Album heit "Crisis"...es war also von der Grundstimmung wohl auch so zu erwarten. Trotzdem fehlt es mir dabei an Hrte und Abwechslung. Manche Nummern knnten problemlos aus den Boxen eines Autoscooter drhnen, ohne dass es einem Auffallen wrde oder zu den anderen blichen Songs nicht passen wrde. Hausfrauen oder Mnner aus der "Privatsender Generation" sollten die helle Freude beim Hren haben und sich dabei bse fhlen knnen. Dann wird sich bse geschminkt, ein Lackrock bei Beate Uhse gekauft und nachts noch heimlich an das Grab der Oma gegangen und schon fhlt man sich den "Nachtschwrmern" zugehrig. Das ist wie "Shades of Grey" lesen und denken, dass man sau-harter SM-ler ist, nur weil man rosa Plsch-Handschellen in der Schublade hat. Nicht falsch verstehen und es ist auch um Gottes willen nichts gegen Hausfrauen und solche Mnner! Ich will mit diesem Bild nur verdeutlichen, dass ich den Eindruck habe, dass dieses Album eher fr den Mainstream Pop bestimmt ist als fr die Electro Wave und Gothic Szene. Mir kommt es so vor als wre hier vor allem der Versuch unternommen worden auf den kommerziellen Erfolg des Grafen aufzuspringen. Unheilig mag ich seit ihrem grossen kommerziellen Erfolg auch nicht mehr besonders, aber wenigstens ist die Musik des Grafen sehr charismatisch und bleibt hngen. Das schafft Lyronian bei mir berhaupt nicht, aber es wrde mich dennoch nicht wundern die Werbung fr das Album auf Kanal 7 zu sehen.

Handwerklich gibt es bei "Crisis" sicher nichts auszusetzen. Das Ganze ist gut produziert und klingt gut gemacht. Auch Cover und Gestaltung des Digipacks sind hochwertig. Aber das Album pltschert so ohne Highlights dahin. Mir ist das alles zu ideenlos. Als Einziges der Opener "Auf Wiedersehen" kann einigermaen berzeugen und hebt sich mit weiblichen Gesang qualitativ vom Rest ab. Ich frage mich, warum man nicht fter versucht hat, solche Akzente zu setzen. Htte der Sache ganz sicher gut getan. Auf der ersten limitierten Auflage befinden sich noch zwei exklusive Remixe unter anderem mit Stahlmann. Als ich das las, hatte ich sofort die Hoffnung, dass es damit zumindest an Hrte etwas zulegt und Schwung hat, aber auch hier leider Fehlanzeige. So bleibt meiner Meinung nach ein ziemlich langweiliges Album zurck, bei dem ich echt nicht wei, wem ich das empfehlen kann. Ich gebe zu, dass ich mit Sicherheit nicht der Top-Mann fr eine Rezension solcher Art der Musik bin, wenn nicht sogar vllig ungeeignet, da ich persnlich kein Freund von all zu elektronischer Musik, welcher Stilrichtung auch immer, bin und mich damit auch nur selten beschftige. Folglich kann ich beispielsweise die Qualitt der Programmierung nicht beurteilen, sondern nur (m)einen allgemeinen Eindruck wiedergeben. Aus diesem Grund kann ich auch nicht guten Gewissens eine Punktbewertung abgeben. Ich bin mir aber auch sicher, dass ich mit meiner Meinung zu Lyronians "Crisis" nicht alleine stehe und durchaus auch von einigen Szenekundigen und -hrern Zustimmung erhalten wrde. Trotzdem sage ich besser nichts mehr dazu. Da heit es nur: Vor dem Kauf Probehren und selber fr sich herausfinden, ob man es mag.
   
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