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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THANATOS - Justified Genocide (Re-Release)
Band THANATOS
Albumtitel Justified Genocide (Re-Release)
Label/Vertrieb Century Media / Universal
Homepage www.thanatos.info
Verffentlichung 03.02.2014
Laufzeit 42:57 Minuten
Autor Axel Fichtmller
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Und Century Media haben es wieder getan. Das Label bringt eine Reihe von lteren Platten als Wiederverffentlichung auf den Markt und hat sich aktuell (April 2013) die niederlndischen Thrash-Death-Urgesteine von THANATOS mitsamt einem Vertrag fr deren gesamtes Album-Portfolio (2012 Wiederverffentlichung von "Emerging From The Netherworlds" und "Realm Of Ecstasy", 2013 Wiederverffentlichung von "Angelic Encounters") ins Boot geholt. Gewiss ist es eine gute Sache, lngst vergriffene Schtze wieder verfgbar zu machen, aber im Fall von "Undead. Unholy. Divine." (ursprnglich 2004) und "Justified Genocide" (ursprnglich 2009) - deren Erstpressungen selbst bei den groen Online-Hndlern noch angeboten werden - stellt sich dennoch die Frage nach der Notwendigkeit. Da drften nicht nur Sammler ein herzhaftes "sinnlos" ausstoen. Aber ich schweife ab...
Mit "Justified Genocide" haben THANATOS 2009 ihr zunchst letztes Album abgeliefert, bis voraussichtlich noch in diesem Jahr der sechste Silberling auf die Welt losgelassen wird. Auerdem sind damit fnf Jahre nach "Undead. Unholy. Divine." ins Land gegangen - mit einer hrbaren musikalischen Entwicklung. ber weite Teile der Platte gibt sich THANATOS ihrer Death Metal-Affinitt hin und gestalten einzelne Songs Groove-lastiger, mit einem drohenden Double Bass-Bett und Melodien, die sich lnger Zeit nehmen, um zu wirken. Der Verdacht, dass Paul Baayens (Asphyx und Hail Of Bullets) hier einiges zum Songwriting beigesteuert hat, liegt nahe. Hier ergiet sich das Todesblei ungehindert aus den stromgeftterten Gitarren - mitunter fhlt man sich an andere Kollegen erinnert, Bloodbath zum Beispiel, womit sich der groe Knackpunkt von "Justified Genocide" auftut. Dan Swan hat (auch bereits 2009) den Niederlndern hier ordentlich seinen Soundstempel aufgedrckt - eine Tatsache, die der eindeutig Death Metal-lastigen Atmosphre zugutekommt. Aber zugleich offenbart sich das Problem, das Gefhl, man habe das bei anderen Todeskapellen doch auch schon so serviert bekommen. Da bekommt der Name Unisound-Studio, gleich einen merkwrdigen Beigeschmack. Womit sich das Problem des Vorgngers, einen etwas zu zahnlosen Sound zu haben, sowohl positiv als auch negativ auflst - wenn auch vermutlich nicht fr alle Ohren. Am Ende berwiegt dennoch das erneut anspruchsvolle, aber nie verkopfte Songwriting von THANATOS. Die schwelenden Pausen gewinnen auf "Justified Genocide" noch einmal eine andere Qualitt, vor allem in Zusammenwirken mit den groovigen Passagen und einigen coolen Ideen, welche der Platte dann auch vereinzelte Aha-Momente verpassen. Zumal luft das Album sehr gut am Stck durch - ohne das Bedrfnis, Tracks berspringen zu wollen.
Ach ja, kommen wir noch mal kurz zum Anfang und dem Mehrwert von Re-Issues zurck. "Justified Genocide" anno 2014 lockt laut dem Century Media Promo-Text mit dem Remastering von Dan Swan , verbesserten Layouts, Liner Notes und einer Sacrifice Coverversion. Auch hier empfinde ich den dargebotenen "Bonus", hnlich wie bei "Undead. Unholy. Divine." als zu gering, um die Metalgemeinschaft, geschweige denn Fans von THANATOS, hei zu machen. Da freut man sich doch viel lieber auf das sich in Arbeit befindliche sechste Album der Veteranen und spart sich das Geld. Das aber kann und soll jeder fr sich selbst entscheiden.
   
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