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20. Januar 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

EXORCISM - I Am God
Band EXORCISM
Albumtitel I Am God
Label/Vertrieb GoldenCore/ZYX
Homepage www.exorcism13.com
Verffentlichung 25.04.2014
Laufzeit 49:28 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wenn eine neue Band ihr Debt Album verffentlicht, stellt sich der Musikfan ja meistens eine Handvoll junger wilder Musiker vor, die monatelang in einem staubigen bungsraum irgendwo in einem verlassenen Industriegelnde probten und dann ihre sauer gesparte Kohle in die Produktion einer CD investieren. Die wird dann, im berschwang der Gefhle oder durch malose Selbstberschtzung 500 mal gepresst und versucht, nach Auftritten in Jugendzentren fr nen Zehner zu vertickern. Bis die dann weg sind, dauert dann meistens Jahre, wenn das berhaupt gelingt. Da drften es Exorcism mit ihrem sogenannten Debt "I Am God" schon leichter haben, denn da sind allesamt alte, erfahrene Hasen am Werk, die genau wissen, wie Selbige laufen. Gleich drei Mitglieder spielen oder spielten auch bei den Heavy Metal-Veteranden von Raven Lord, nmlich Csaba Zvekan am Gesang, Joe "Shredlord" Stump (Gitarre, auch Holy Hell und Reign Of Terror) und Lucio Manca am Bass. Dazu gesellte sich Drummer Garry King, der seine Stcke schon fr u.a. Jeff Beck und Joe Lynn Turner auf die Felle zimmerte. Also weigere ich mich, bei diesem Album von einem echten Debt zu sprechen, denn die Vier haben zusammen eine ganze Menge Erfahrung, was man "I Am God" natrlich anhrt. Zusammen zelebrieren sie tiefschwarzen, dsteren Doom Metal mit tonnenschweren Riffs, bei dem der Schwei frmlich aus den Lautsprechern trieft. Dass dabei oft den Gttern des Doom, den frhen Black Sabbath gehuldigt wird, strt mich nicht im Geringsten, denn durch den geilen Gesang ihres Frontmannes ist genug Eigenstndigkeit vorhanden. Auerdem bertreibt er es hier nicht mit seiner Kopf-bzw. Schreistimme, wie das doch manchmal bei Raven Lord der Fall war. Exorcism begngen sich jedoch nicht mit Doom alleine, mischen sie doch Versatzstcke von klassischem Heavy Metal la Judas Priest, Dio oder Saxon mit unter, so dass die Melodien auch nicht zu kurz kommen, wie bei "Stay In Hell" etwa deutlich wird. Leider ist mir nicht bekannt, ob Exorcism denn nun eine richtige Band ist oder ob es sich lediglich um einen "Raven Lord-Ableger" mit Projekt-Charakter handelt. So gro ist der Unterschied dann von der Musik her doch nicht. Aber das ist letztendlich auch Wurscht, denn das Ganze rockt amtlich und klingt fett. Zum Gesamtpaket, das alle Liebhaber o.a. Kapellen sich ruhig reinziehen knnen, gehrt auch ein obercooles und dsteres Cover!
   
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