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19. Februar 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

SILVER SNAKES - Year Of The Snakes
Band SILVER SNAKES
Albumtitel Year Of The Snakes
Label/Vertrieb Bridge 9 / Soulfood
Homepage www.yearofthesnakes.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/yearofthesnakes
Verffentlichung 14.03.2014
Laufzeit 47:48 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Bei einer ersten flchtigen Recherche ber die SILVER SNAKES stellte sich schnell heraus, dass das Quartett aus L.A. mit den von mir heigeliebten Ocean vor kurzer Zeit auf groer US-Tour war. Allein dieser Umstand hat dafr gesorgt, dass ich der Band gerne mehr als nur ein Ohr geliehen habe. Und ich bereue es bis jetzt zu keiner Sekunde! Ist Bridge 9 sonst eher dafr bekannt, Hardcore in allen erdenklichen Varianten zu verbreiten, zaubert das Label mit den silbernen Schlangen hier eine vorzgliche Alternative oder auch Emo Band aus dem Hut. Und wre der Begriff "Emo" nicht so negativ behaftet, knnte man sich glatt als Fan outen.
"Year Of The Snakes", die zweite Verffentlichung der Amis, ist sehr vielschichtig, aus dem Grund aber auch nicht vorbehaltlos zugnglich. Man muss eine solche Stimme wie die von Snger Alex Estrada (nicht zu verwechseln mit der Schauspielfigur Erik Estrada der California Highway Patrol, kurz CHiPs) vielleicht irgendwo mgen und auch mit dem ganzen Akustikgeklampfe zurechtkommen. Wer aber mit solchen Songeinschben keine Probleme hat und softere Nummern nicht per se verteufelt, sondern darin eher seinen Geschmack getroffen sieht, bekommt hier ein schnes Stck Musik. Die Machart von "Year Of The Snakes" fhrt mich dabei an die ebenfalls aus Kalifornien stammenden Open Hand, die mit ihrem Album "You & Me" 2005 bereits eine hnliche Mixtur mit einerseits basslastigen und schwer rockenden Nummern und andererseits seichten Klngen verbanden. Die akustischen Tracks haben aber hier mehr etwas von Interludes, wie beispielsweise der Song "Red", auch wenn sie von der Lnge her komplette Lieder sein knnten. Jedoch scheint dort immer was zu fehlen, bzw. scheint es ein Kalkl zu sein, in diesen Songs immer nur Andeutungen zu machen, die Melodien jedoch nicht voll auszufhren. Bei den fetzigeren Nummern musste ich eine Zeit lang berlegen, an wen mich das erinnert, bis ich irgendwann nach einiger Zeit drauf kam. Das hat irgendwie ziemlich viel von Silverchair, was vor allem bei "Fox & Embers" durchscheint. Die partiell zerbrechlich klingende Stimme von Estrada hat in manchen Momenten viel gemein mit dem chronisch melancholischen Daniel Johns. In Kombination mit den groovigen und tiefen Sektionen lsst sich hier durchaus eine hnlichkeit feststellen.
Bei den SILVER SNAKES geht es nicht primr um Ohrwrmer oder groe Eingngigkeit. Das Ganze funktioniert aber als Gesamtkunstwerk prima und hat einen schnen eigenen Charakter. Die Qualitt der Songs ist dabei durchgngig auf einem sehr hohen Niveau und lsst das eine oder andere Mal die Gnsehaut hervorkommen. Einzig die schon erwhnten akustischen Nummern drften nicht jedermanns Sache sein, vor allem, weil das Ende mit "Lock" und "In Our Bones", zwei sehr ruhigen Liedern, zu stark nach einiger Intensitt absackt. Am Ende berwiegt aber die Begeisterung ber eine Perle, die so sicher nicht von mir wahrgenommen worden wre.
   
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