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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MINDSPEAK - Pictures
Band MINDSPEAK
Albumtitel Pictures
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.facebook.com/mindspeakmusic
Verffentlichung 17.01.2014
Laufzeit 53:54 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wenn man aus musikalischer Sicht an sterreich denkt, fallen einem spontan sicher immer direkt drei Dinge ein: Pungent Stench, Falco und selbstverstndlich die EAV. Nun hat sich aus Wien mit Mindspeak eine Band auf den Weg gemacht, die es schaffen knnte dieses Bild so zu verndern, dass man vielleicht in Zukunft unser Nachbarland auch mit Progressive Rock in Verbindung bringt. Die Gruppe um Sngerin Viktoria Simon legt mit ihrem Debt auf alle Flle die Grundlagen dafr. "Pictures" ist ein Fllhorn guter und kreativer Songideen, das immer wieder kleine berraschungen fr den Hrer bereithlt. Instrumental ist das Album auf einem hohen Niveau eingespielt und auch super gemixt. Viele Progressive Bands verlaufen sich schon mal in ihren eigenen Ideen und verlieren dabei gerne den roten Faden. Bei "Pictures" ist das nicht der Fall. Die Wiener schaffen es immer wieder den Spannungsbogen geschickt aufzubauen und aufzulsen. Verspielte und wuchtige bergnge besorgen den Rest. Es braucht Zeit und Ruhe um "Pictures" richtig auf sich wirken zu lassen. Fr die dafr notwendige Geduld wird man aber belohnt. Allein die Klavier-Parts und das Saxophon-Solo bei "Kaleidoskope" (Song Nummer 7) haben Gnsehaut-Potenzial. Wenn es darum geht einen Vergleich zu anderen Bands zu ziehen, wrde ich King Crimson whlen. Zwar habe ich im Netz auch immer wieder Dream Theater gelesen, aber dafr fehlt es meiner Meinung nach dann doch vielleicht etwas an Hrte. Was uns direkt zu meinen Kritikpunkten fhrt: Stimmlich wrde ich es mir manchmal ein wenig rockiger in den Gesangssolo-Parts wnschen. Das wrde der ganzen Sache sicher etwas mehr Klangfarbe verleihen. Im Allgemeinen kann man Viktoria Simon gesanglich einen guten Job attestieren, aber ein wenig gewhnungsbedrftig finde ich ihn persnlich schon. Aber jetzt ist von meiner Seite auch mal Fresse halten angesagt. Es handelt sich hier um eine Eigenproduktion und ein Debtalbum, das andere Bands, am musikalischen Anspruch gemessen, so selbst nach 40 Jahren nicht auf die Reihe gebracht haben. Wenn Mindspeak so weiterarbeitet und ihrer Kreativitt freien Lauf lsst, bin ich mir sicher, dass diese Platte nicht das Letzte gewesen sein wird, was wir von Mindspeak gehrt haben und dass sie noch den ein oder anderen richtigen Knaller raus hauen knnen.
   
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