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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLUTENGEL - Black Symphonies - An Orchestral Journey
Band BLUTENGEL
Albumtitel Black Symphonies - An Orchestral Journey
Label/Vertrieb Out Of Line / Rough Trade
Homepage www.blutengel.de
Verffentlichung 28.02.2014
Laufzeit 58:00 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 14 von 15 Punkten
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BLUTENGEL haben eine Auswahl an exquisiten Hits in ein symphonisches Gewand gehllt: Gothic Meets Klassik haben sich die Berliner zur Aufgabe gemacht. Heraus kam das mittlerweile schon zwlfte Studioalbum "Black Symphonies". Ein intensives Musikerlebnis, egal ob als normale CD, Deluxe Edition mit Live-DVD oder gar als streng limitierte Deluxe Fanbox, die das Herz eines jeden Anhngers noch hher schlagen lsst. Was ich dazu sagen kann: Es lohnt sich, einfach groartig, zuschlagen. Die Anfnge dazu fanden sich damals im ausverkauften Leipziger Neuen Gewandhaus, dem ersten Gothic Meets Klassik Festival, dass sich fr alle anwesenden Beteiligten wohl wie eine Offenbarung anfhlte. Davon angetan realisierten BLIUTENGEL Ende 2013 eine Tour mit einem Kammermusikensemble. Ein Erfolg und der Stein fr das Album wurde ins Rollen gebracht.
Die Klangkrper des Orchester verleihen den zwlf Songs einen derartigen Bombast, dass sie Musik einen ganz neue Intensitt erhlt. Diese Einheit klingt so rein und berzeugend, dass man darin versinken mchte. Energie und Gefhl, nichts kommt zu kurz. Von dem zweiten und neuen Song auf der Platte, "Der Krieger", wurde auch gleich eine Single ausgekoppelt, wie sie einnehmender nicht sein knnte. Der Song ist eine Ansage an die Gesellschaft, dessen textliche Wirkung der Sound nochmals unterstreicht. Das dstere "Soultaker" kommt episch daher und lsst uns unseren seelischen Abgrnden ins Gesicht blicken. Berhrend wirkt das Piano lastige "Deine Welt": "Ich sehe dich im Spiegel deiner Welt. Verzweifelt, ngstlich und allein." Abgetaucht und in Selbstmitleid versunken ertnt der Klang der Geige, die wachrttelt und auffordert, die Augen endlich zu ffnen und zu kmpfen. "Den Blick nach vorn, der Wind hat sich gedreht, die Zukunft bleibt ein Tor, das offen steht." "Seelenschmerz" beginnt sanft und leise, um sich dann pltzlich aufzubumen. Gerade der Gesang spiegelt den Schmerz des Tracks super wider, und lsst ihn dadurch authentisch wirken. "Kannst du in meiner Seele lesen, in meinen Trumen bin ich jede Nacht allein" - ein Stich mitten ins Herz in der Kombination mit den Klngen des Orchesters. Mit "Monument" findet der emotionale Silberling sein Ende. Durch das Spiel des Orchesters mit Crescendo und Decrescendo (Vernderungen der Lautstrke) kann man den Titel, der an einen Menschen gerichtet ist, der nicht in Vergessenheit geraten soll, stark verinnerlichen und regelrecht spren. "Ich baue ein Monument fr dich, damit die Welt dich nicht vergisst."
Chris Pohl und Ulrike Goldmann haben ihrem einmaligen Breitwand-Elektro-Sound noch ein Sahnehubchen aufgesetzt und einen musikalischen Zauber mit emotionaler Wucht auf meine Ohren gelegt.
Danke dafr!
   
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