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Nach dem unfeinen Split von Theater Of Tragedy hat Liv Kristine Espenaes Krull (das ist mal ein Name!) keine Zeit vergeudet und eine neue Gothic Metal Formation namens Leaves Eyes zusammen gestellt. Es hat sich so ergeben, dass Liv mit der Band ihres Mannes Alex Krull, Atrocity zusammenarbeitet. Alex sorgte auch für den fetten Sound, machte das Programming (Keys u.a.) und steuerte ein paar derbe Gesänge dabei, die aber nur ab und an auf dem Album "Lovelorn" zum Tragen kommen und gewisse Erinnerungen an alte Theatre - Zeiten aufkommen lassen.... Eigentlich regiert Livs Stimme und die orchestralen oft im Midtempo gehaltenen, symphonischen Hymnen a la "Into Your Light". Textlich hat man eine Konzeptgeschichte aufgefahren, die von einem Mann erzählt der seine Geliebte verlor als sie im Meer ertrank und der durch eine Meerjungfrau die Verbindung zu halten versucht. Jedem Gothic Metal Fan müsste diese Platte gefallen, vor allem den Fans der ersten drei Theatre Of Tragedy Alben, die wie ich mit der darauf folgenden elektronischen Ausrichtung der Band nur wenig anfangen konnten. "Lovelorn" besticht durch Tiefe und Atmosphäre. Der Popappeal mancher Genrekollegen wirkt sich recht abnutzend auf das Songmaterial aus, während bei Leaves Eye durch die Komplexität des Materials für Langzeithörgenuss gesorgt wird. Den Käufer wird es einerseits freuen, dass auf dem Album der Videoclip zur Single "Into Your Light" enthalten ist, aber andererseits ärgern, dass in der heutigen Zeit die Spieldauer recht dürftig ist. In einer Zeit, wo Labels und Bands über Brennen und Downloads jammern, sollte es anders laufen! Fazit: "Lovelorn" ist ein tolles Comeback und macht süchtig! |
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