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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MANTAR - Death By Burning
Band MANTAR
Albumtitel Death By Burning
Label/Vertrieb Svart Records / Cargo
Homepage www.mantarband.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/mantarband
Verffentlichung 07.02.2014
Laufzeit 44:33 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Schlagzeug, Gitarre, Gesang. Das ist alles, was MANTAR fr ihr Album "Death By Burning" an Instrumenten brauchen. Das deutsch-trkische Duo produzierte die Scheibe dabei hchst selbst. Dass die eigene Bandgeschichte berdies zudem nicht mal ein Jahr alt ist und man bereits eine limitierte und ausverkaufte 7'' unters Volk haute, ist eine zustzliche Eigenheit. Gut, dass Musik ohne jeglichen Bass, ebenfalls nur mit einer Gitarre und einem Schlagzeug bewaffnet, auskommt, dass kannte man ja schon von den White Stripes. Fr den Chart-Sektor funktionierte das ganz gut. MANTAR versuchen dieses Erfolgsrezept nun im Rock Zirkus auf seine Halbwertszeit zu testen.
"Death By Burning" macht es einem dabei nicht sonderlich leicht und ich wei die Scheibe nicht so recht einzuordnen. Eine voluminse und stark verzerrte Gitarre, eher hohes bis krchzendes Geschrei mit einer gut verzweifelten Note, ein tiefes Schlagzeug. Der Grundtenor, der hier mitschwingt, ist unglaublich rau und kantig. Mal riecht es dabei nach uralter schwarzer Kunst, mal ist es eher rudiger Punk, dann wieder erdiger Rock. Die Stimmung pendelt dabei von Song zu Song. Vor allem an die ersten beiden Tracks, dem monoton stampfenden und schleppenden Opener "Spit" und dem treibenden "Cult Witness", komme ich nur schwer ran. Mit dem Anfangsriff vom folgenden "Astral Kannibal" ndert sich dies jedoch schlagartig. Ein dreckiger Roadmovie-Song mit starkem Groove, der sofort die Bewegungsgeister im Krper animiert. Durch eine gute Gitarrenmelodie transportiert sich dieser Umstand auch auf "Into The Golden Abyss", jedoch wird es hier auch schon wieder eine ganze Ecke dsterer. Diese Marschrichtung wird mit dem anschlieenden "Swinging The Eclipse" konsequent fortgesetzt und nebenbei belegen die beiden Hamburger dann auch musikalisch, warum "doom" als Musikrichtung ebenso in der Bandbeschreibung steht. Mit "The Berserkers Path", welcher aus meiner Sicht ein groartiger Titelname ist, gibt es den ersten, und auch langweiligeren, von zwei instrumentalen Songs, wobei es bei diesem hier ein voice-over gibt. Die beiden Tracks "The Huntsmen" und "The Stoning" sind dagegen absoluter Punk. Dsterer und fieser Punk, mit schwarz angehauchten Tendenzen. "White Nights" fhrt diese Tendenzen weiter und nimmt dich noch mal so richtig mit in den tiefen Abgrund. Das abschlieende "March Of The Crows" ist schlielich die zweite instrumentale Nummer und kantet die Angelegenheit stilecht ab. Bei knappen acht Minuten Spielzeit nimmt sich das letzte Stck erstmal einen Vorlauf von zweieinhalb Minuten, bis es berhaupt richtig losgeht, um dann in fiesestem Doom auch die restliche Hoffnung aus der Box zu pressen.
So weit, so gut. Nur, was mach ich'n jetzt mit MANTAR? Aufgrund der gesamten Eigenstndigkeit und des Umstandes, dass hier aus jedem Akkord ein Mittelfinger an gngige Konventionen heraustrieft, ist das Album nur zu loben. Musikalisch ist "Death By Burning" aber aufgrund der genannten Eigenstndigkeit auf jeden Fall keine Scheibe fr jedermann. Freunde kantiger und rudiger Klnge sollten sich mit dem Duo aber auf jeden Fall mal nher beschftigen. Wer auf alte Darkthrone und Melvins steht, drfte sich super unterhalten fhlen.
   
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