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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KRYN - Scars Remind Me
Band KRYN
Albumtitel Scars Remind Me
Label/Vertrieb Eternal Sound Records
Homepage www.krynband.com
Alternative URL www.facebook.com/krynband
Verffentlichung 07.02.2014
Laufzeit 53:38 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Wrde man mich spontan nach Bands aus Kroatien fragen, mir wrde keine einfallen. Somit sind KRYN meine erste Bekanntschaft mit Metal vom Balkan. Den Eindruck, den die Truppe mit ihrem Album dabei hinterlsst, ist absolut positiv. Zeitgemer und technisch sehr schn anzuhrender Krach mit einer Menge toller Melodien und riesigem Ohrwurmcharakter. "Scars Remind Me" lsst sich schwer in eine bestimmte Schublade stecken, ist aber am ehesten vergleichbar mit einer Mischung aus Nonpoint, All That Remains und Disturbed. Vor allem die Stimme von Snger Karlo Horvat hat in bestimmten Momenten sehr viel gemein mit dem Organ von Disturbed-Frontman David Draiman. Und doch muss man nach ausgiebigem Zuhren sogar attestieren, Horvat ist sogar noch besser. Seine Bandbreite ist grer, seine Stimme in meinen Augen strker und krftiger und variabler. Auch die Schreie von Horvat, die dezent ausgewhlt vorkommen, sind besser als die der hier genannten Mitstreiter.
Die Riffs und Kompositionen der Gitarren sind druckvoll, verspielt und anspruchsvoll, aber immer verfolgbar und unglaublich einprgsam. Zudem werden die Obertne in den Arrangements auf den xten immer wieder sehr gut hervorgehoben. Auch bestechend sind immer wieder verschiedene Tempowechsel in den einzelnen Stcken. In den bergngen oder Refrains wird gekonnt verzgert oder einfach ein anderer Rhythmus eingesetzt, was dazu fhrt, dass nicht ein Song einen Anflug von Langeweile erfhrt. War ich zu Anfang noch unglubig, was "Scars Remind Me" dort offenbarte, so war ich sptestens beim dritten Stck "A/D/D/I/C/T" ein bisschen verknallt in die Platte, der genau die angesprochenen Attribute verkrpert. Das Level der Tracks bleibt dann auch auf diesem hohen Niveau. Ob "New Disease" mit seinem tollen Basslauf und der unglaublich packenden Gesangsmelodie, das melancholisch sich steigernde "B.l.e.a.k." oder das brachiale "Second", welches sich ab der Hlfte genial ffnet. berhaupt sind die Lieder alle auf "Scars Remind Me" sehr unterschiedlich gehalten. Mal geht es ruhiger und atmosphrischer zu, dann wiederum ist es ruppiger, hrter, aggressiver.
Einen kleinen Wermutstropfen bietet das Album zum Ende hin aber doch noch. Ein Cover von Johnny Cashs' "Hurt", welches es so nicht gebraucht htte. Nettes Gimmick, aber leider der mit am wenigsten berzeugende Song auf der gesamten Scheibe. Dafr sind einfach die anderen Songs zu stark und diesen htte man einfach rauslassen sollen. Ansonsten findet man mit dem abschlieenden "Released" wieder zu alter Strke und hat ganz am Ende sogar noch einen kleinen akustischen Hiddentrack hinten dran gehauen als Outro.
KRYN legen sich die Latte fr nachfolgende Verffentlichungen hier sehr hoch, worber man aber jetzt noch nicht nachdenken muss. Darauf kommen wir dann in ca. zwei Jahren zurck, wenn es hoffentlich Neuigkeiten von den Kroaten gibt. Solange hre ich einfach noch "Scars Remind Me", bis es mir zu den Ohren rauskommt!
   
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