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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LURK - Kaldera
Band LURK
Albumtitel Kaldera
Label/Vertrieb Cargo Records / Plastic Head
Homepage lurk666.bandcamp.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/lurkdoom
Verffentlichung 07.02.2014
Laufzeit 45:35 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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LURK drften hierzulande noch recht unbekannt sein. Aus dem finnischen Tampere stammend, konzentrierte sich das Quartett nach Verffentlichung seines Debts vor zwei Jahren vorrangig auf Shows im Land der Tausend Seen. Mit "Kaldera" bringt man nun einen Nachfolger heraus.
"Kaldera" bezeichnet einen Begriff aus der Vulkanologie und beschreibt einen mit Wasser gefllten Kessel, welcher sich nach einer Eruption bildet, wenn sich eine mit Magma gefllte Kammer geleert hat und daraufhin zusammenstrzt. Nun knnte man denken, dass es auf der Scheibe ruhig und gemchlich zugeht. Ganz so wie nach einem Vulkanausbruch, wenn alles vorbei ist. Hier ist aber genau das Gegenteil der Fall, weshalb der Albumtitel fr mich auch nicht sonderlich glcklich gewhlt ist. LURK spielen hier eine doomige und langsame Art von Stoner Rock, der sich auch aus Anleihen der Sludge Richtung bedient. So hat das Album mehr von einem aktiven Vulkan, der immer wieder in seiner immensen Gre brodelt, grummelt, bebt und tost. Tonnenschwere Riffs werden in einer sehr getragenen bis behbigen Stimmung zelebriert und untersttzt durch eine tiefe Reibeisenstimme. Wie eine schwerfllige Walze aus Gerll und Lava berzieht "Kaldera" den Hrer.
Leider geht dies alles zu Lasten der Abwechslung. Die wirklich genialen Momente, von denen es durchaus einige wenige gibt, z.B. das ffnende Riff am Ende von "Ritual" oder der Einsatz der Violine in "6 Feet, 6 Years", sind eher rar gest und es berwiegt leider zu sehr die Eintnigkeit. Vor allem die Stimme trgt das grte Paket zur Monotonie bei. Es bleibt eigentlich alles in ein und derselben tiefen Tonlage und bertnt dabei zu sehr die Kompositionen, was ab der Mitte der Platte beginnt, die Nerven zu strapazieren. Lediglich gegen Ende von "Kaldera" im Stck "Cutting" gibt es auch diesbezglich endlich einmal Abweichungen.
hnlich wie auch bei Tryptikon kann ich mit dieser Art von Schwere wenig anfangen. Immer nur langsam und schwer, um an Ende noch langsamer und noch schwerer zu werden, ist mir zu wenig. Es zieht mich, entgegen Bands wie Ahab, nicht hypnotisch in den Abgrund, sondern leider eher an den Punkt, wann ich die Platte endlich zu Ende gehrt habe. Schade drum, denn vielversprechende Anstze gibt es eigentlich schon. Genrefans sollten sich aber nicht unbedingt abschrecken lassen und mal reinhren.
   
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