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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ISKALD - Nedom Og Nord
Band ISKALD
Albumtitel Nedom Og Nord
Label/Vertrieb Indie Recordings/ Soulfood
Homepage www.facebook.com/iskaldofficial
Verffentlichung 17.01.2014
Laufzeit 49:26 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Als ich den Pressedownload der mir vorher vllig unbekannten norwegischen Black Metal-Band ISKALD bekommen hatte, dachte ich auch erst: "Stimmt schon, es ist kalt!". Nach kurzer Recherche, konnte ich in Erfahrung bringen, dass der Begriff auf Deutsch "eiskalt" heit, der erste Gedanke war also gar nicht so falsch. Das Zweimann-Projekt verffentlicht diesen Januar mit dem sechs Songs starken Werk "Nedom Og Nord", schon das vierte Album und das hrt man auch. Die teils in Englisch, teils in der Heimatsprache vorgetragenen Stcke sind verhltnismig komplex und bieten viele interessante Feinheiten, welche sich erst nach mehrmaligem Genuss entfalten. Die schnellen Blastbeat-Passagen werden meistens von stimmungsvollen, melodischen Gitarrenlufen begleitet. Diese typisch nordischen, epischen Schwarzmetall-Klnge werden immer wieder durch schleppende, ja sogar hier und da etwas postrockige Momente aufgelockert. Wenn man sich nher mit "Nedom Og Nord" beschftigt, erkennt man auch schnell die technische Klasse der beiden Musiker. Das selbstbetitelte dritte Stck beginnt beispielsweise sehr gemigt und harmonisch, um sich nach und nach zum eiskalten, durchaus auch harten Metal-Epos zu entwickeln. Der variantenreiche Gesang, beziehungsweise das Geschrei von Multiinstrumentalist Simon Larsen passt dabei hervorragend zum khlen, aber immer auch hoffnungsvollen Grundton der Scheibe. Seine Bassarbeit und das Schlagwerk von Kollege Aage Krekling stechen relativ oft heraus. Besonders das versierte und nahezu brilliante Spiel mit dem Rhythmus macht hier wirklich Spa und verleiht der ganzen Angelegenheit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Dennoch sollte man in "Nedom Og Nord" etwas Zeit und Geduld investieren, denn der Funke braucht ein bisschen, bis er berspringt.
Die laut Presstext erste richtige Verbeugung des Duos vor den winterlichen Landschaften Norwegens kann ich nur als vollen Erfolg verbuchen. Auch wenn der Name ISKALD vielleicht erst mal zu einem Schmunzler fhrt, sollten Freunde des epischen Black Metals der Band auf jeden Fall ein Ohr leihen, es knnte sich richtig lohnen. Bei mir luft das Ding definitiv noch einige Male.
   
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