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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LEAF HOUND - Live In Japan 2012
Band LEAF HOUND
Albumtitel Live In Japan 2012
Label/Vertrieb Ripple Music / Cargo
Homepage www.leafhound.net
Verffentlichung 17.01.2014
Laufzeit 38:12 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Manchmal tauchen Bands aus der Versenkung auf, da schttelt man erstmal unglubig den Kopf. Als Leaf Hound im Jahre 1971 ihr spter oder vielleicht erst heutzutage endgltig semi-legendres Werk "Growers Of Mushrooms" in die Welt setzten, war ich so damit beschftigt, Platten von Giganten wie Pink Floyd, den Beatles, den Rolling Stones, Black Sabbath, Deep Purple oder Jimi Hendrix in mich aufzusaugen, dass fr 'Nebenkriegsschaupltze' dieser Art keine Zeit brig blieb. Wer sollte denn mit zarten fnfzehn Jahren und mehr als drftigem Taschengeld neben den Pflichtkufen auch noch obskure Perlen fischen? Unmglich. Nun, Leaf Hound verschwanden nach ihrem ersten durchaus eindrcklichen Psychedelic Hard Rock Statement auch schnell wieder in der Versenkung. Nur der Boss und Taktgeber der Band Peter French tauchte immer wieder im Zusammenhang mit so prominenten (Band-)Namen wie Atomic Rooster, Cozy Powell, Cactus und sogar den deutschen Mainstream-Rockern Randy Pie auf. Ein gefragter Mann also, dessen Fhigkeiten in der Szene anscheinend unbestritten waren und sind. Wie auch immer, Leaf Hound erwachten mit neuer Besetzung im Jahre 2004 zu wieder zum Leben, spielten da und dort Shows und nahmen nach drei weiteren Jahren das Album "Unleashed" auf, das ebenfalls richtig geilen, druckvollen und eigenstndigen Hardrock alter Schule zu bieten hat. Und pltzlich haben wir ein Live-Album aus dem Jahre 2012 vorliegen, das whrend der ersten (und einzigen?) Show der Band in Japan mitgeschnitten wurde. Alle drei Werke strotzen vor Spielfreude, Einfallsreichtum und Improvisationsgabe und ergeben zusammen eine weit ber die Jahr(zehnt)e verstreute, aber durchaus beeindruckende Mini-Diskographie. Das klingt alles so souvern und selbstverstndlich, dass einem die vielen Epigonen, die heutzutage dieses seltsame Vintage- und Retro-Movement verkrpern, in ihrer berschumenden Beflissenheit ohne den entsprechenden Zeitkontext fast etwas leid tun knnen. Ich mag sie trotzdem, ganz ohne Frage. Sie eifern den richtigen Vorbildern nach. Aber wenn Leaf Hound am Ende des Live-Albums das monstrse "Evil" intonieren, das frher von den grandiosen Grand Funk Railroad und spter von den Space-Gttern Monster Magnet interpretiert wurde, dann falle ich aus dieser Welt. Vierzig Jahre sind ein Tag. Alle Seventies glubigen kiffenden Jungzottels dieser Welt, nehmet dies und verstehet. Amen!
   
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