Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LEANDRA - Isomorphine
Band LEANDRA
Albumtitel Isomorphine
Label/Vertrieb Drakkar/Sony Music
Homepage www.leandrasphere.de/
Verffentlichung 2013
Laufzeit 55:29 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 4 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Ich hoffe mal, mein Player hat keinen seelischen Schaden genommen?! LEANDRA, dass im Jahre 2005 gegrndete Soloprojekt der weirussisch-deutschen Pianistin Olga Telnow, wirbt mit dsterem Trip-Hop, fr den man schon strkere Nerven haben muss. Sie selbst beschreibt das Projekt als "Widerspiegelung einer ihrer Persnlichkeiten". Sie hat also mehrere? Verrckt, ebenso wie die Musik die mir gerade durch die Gehrgnge schleicht und aneckt. Die bekennende Einzelgngerin nimmt die Musik als Mittel, den von ihr durchlebten Extremsituationen einen Ton zu geben, etwas Greifbares zu schaffen. So speziell ihr Wesen zu sein scheint, so speziell ist "Isomorphine". Ein bisschen von BJRK hat es an manchen Stellen, vielleicht auch einen Funken TORI AMOS, aber bei den 14 Songs fehlt es an allen Ecken und Kanten an nur einem Hauch von Power. Die Titel kommen alle sehr lahm daher, Langeweile macht sich breit. Den Melodien wurde zwar etwas Dsternis verliehen, aber sie greift nicht. Viele poppige Elemente ("Matter Of Time") wurden eingestrickt, die elektronischen Arrangements verlieren sich im Hintergrund. Stimmlich erreicht mich LEANDRA leider auch kaum.
Wo sind die Emotionen, die der Song transportieren msste? Gerade bei einer Ballade wie "Undecided", die sich mal etwas eingngiger prsentiert, macht dies die ganze Aussage aus. Ihr Innerstes in allen Ehren, aber dazu gehren fr mich dann tiefste Gefhle, die in den Zuhrer bergehen, damit er sich in die Lage versetzen kann, den Titel also nicht nur hrt, sondern fhlt. Mir fehlt das einfach. Wenn auch das sphrische "Calling" gesangstechnisch von Stephan L. Groth (APOPTYGMA BERZERK) untersttzt wird, wird es von derer LEANDRAs unterdrckt. Das Klavierstck "I Know" kann einigermaen punkten: abwechslungsreicher Gesang und der nur punktuelle Drumeinsatz wecken das Zuhrinteresse. "If You Follow" ldt sogar zum Tanzen ein.
Ich persnlich kann leider nich allzu viel mit diesem Album anfangen und bin gespannt, welche Hrerschaft es erreichen wird und wie diese reagiert. Sonderbare und fragile Spezialmusik, oder?
   
<< vorheriges Review
BEVAR SEA - Bevar Sea
nchstes Review >>
OUTRAGE - Brutal Human Bastard


Zufällige Reviews