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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NASHVILLE PUSSY - Up The Dosage
Band NASHVILLE PUSSY
Albumtitel Up The Dosage
Label/Vertrieb SPV/ Steamhammer
Homepage www.nashvillepussy.com
Verffentlichung 17.01.2014
Laufzeit 38:12 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Genau vor fnf Jahren beglckten NASHVILLE PUSSY die Rockgemeinde mit dem letzten Werk "From Hell To Texas". Seit dem ist es eher still geworden um Blaine Cartwright und seine Truppe. Dass ein neues Album in der Mache ist, habe ich erst vor wenigen Wochen erfahren. Ein bisschen skeptisch war ich schon, zumal ich das Gefhl hatte, dass die Kapelle auf den, seit 1998 verffentlichten, fnf Scheiben alles Relevante gesagt hat. Und jetzt kommt "Up The Dosage", von dem Cartwright sagt, es sei NPs "Back In Black". Nachdem ich erst mal ber diese selbstbewusste Bemerkung geschmunzelt habe, muss ich tatschlich mit einstimmen, denn die neuen Songs wirken erwachsener und berechnender, als die meisten Stcke der Vorgnger. Hinzu kommt eine verhltnismig moderne Produktion, die der Sache ordentlich Durchschlagskraft verleiht. Das spartanisch gehaltene Covermotiv rundet diesen Eindruck letztendlich ab.
Aber auch inhaltlich bewegt sich die Band auf einem hnlichen Weg, wie damals die Gleichstrom/Wechselstrom-Rocker AC/DC. Die Vollgasrocker wurden auf ein Minimum reduziert ("Spent", "Rub It To Death" und mein Lieblingsstck "Pillbilly"), so dass sich die Musik meistens im stampfenden, mittelschnellen Tempo abspielt. Etwas weniger rotzig, eine Spur eingngiger, und noch nher am Sdstaatenrock von TED NUGENT und ZZ TOPs Texas-Blues. Ungewhnlich sind die vereinzelten Einstze von akustischen Gitarren, Piano und den eher dem Folk, sowie der Country-Musik zuzuordnenden Dobro- und Mandolinenklnge in "Before The Drugs Wear Off" oder "Hooray For Cocaine, Hooray For Tennessee". Erwhnenswert sind auf jeden Fall das witzige, mit jeder Menge Wiedererkennungswert versehene, "Everybody's Fault But Mine", welches direkt beim ersten Durchgang hngen bleibt und "White And Loud", das ich vom Text her ein bisschen kritisch sehe. Klar, so wirklich ernst genommen haben sich die PUSSYS noch nie, aber "So Say It Pround, I'm White And Loud" kann man auch falsch verstehen. Andererseits haben das Bon Scott und Co. vor 40 Jahren auch nicht anders herausposaunt. Unterm Strich ist "Up The Dosage" ein wirklich ordentliches Werk geworden, mit dem der Vierer allerdings nicht an die energiegeladenen und etwas punkigeren ersten drei Tontrger herankommt. Nur zur info, "Back In Black" ist auch nicht mein Lieblingsalbum von AC/DC. Am Rande sei noch erwhnt, dass sich die beiden relativ neuen Mitglieder Bonnie Buitrago (Bass) und Jeremy Thompson (Schlagzeug) problemlos einfgen konnten, und dass NASHVILLE PUSSY offensichtlich noch lange nicht genug haben.
   
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