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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

INFERNO - Omniabsence Filled By His Greatness
Band INFERNO
Albumtitel Omniabsence Filled By His Greatness
Label/Vertrieb Agonia Records / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/pages/inferno/3...
Verffentlichung 01.11.2013
Laufzeit 48:13 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Eigenstndigkeit ist in der heutigen Metalwelt, wo es von Ripp-offs und Plagiaten nur so wimmelt, ein groes Pfund. Die tschechische Black Metal Institution INFERNO bietet auf ihrem mittlerweile sechsten Album mit dem Namen "Omniabsence Filled By His Greatness" genau dies. Aufgenommen wurde das schwarze Biest im Necromorbus Studio von Tore Stjerna, welcher auch Watain und Ondskapt in seiner Vita stehen hat.
Dabei setzen die Mannen um den Frontmann mit dem klangvollen Namen Adramelech auf sehr dstere und klassische Stimmung und wissen hierfr eine Vielzahl an Effekten und Stilmitteln einzubinden.
Markant ist vor allem der starke Hall auf dem Gesang. Der fhrt dazu, dass es den Anschein macht, als stnde der Gesang erstmal sehr weit im Hintergrund. Zustzlich vermittelt er das Bild, als kme die Stimme von irgendwo weit her, verborgen in der Dsternis, die man nicht durchdringen kann. Jedoch wird hier weniger gekreischt, als tatschlich mehr mit Effekten etwas "Dmonisches" erzeugt. Die Gitarren haben sehr viel Delay mit drin, was ohnehin schon viel Atmosphre schafft. Mitunter klingt es aber sogar dermaen verschroben oder auch leiernd, wenn dort ber die xte geschrubbt wird, dass es den Anschein macht, als wrden die Tne wie Wasser flieen. Ein schnes Stilmittel, aber auch eine tranceartige Spielerei, welche recht eigen ist. Whrend die eine Gitarre mit dem bereits angesprochenen Effekt den Klang drunter legt, spielt die Zweite mit genau dem gleichen Stilmittel eher tragende Soli, die sich gerne mal als Melodie auf den Teppich legen. Insgesamt verbreitet dieser Umstand sehr viel Schwermut und Trbsinn. Untersttzt wird das alles von diversen Tempowechseln. Zwar werden viele Abschnitte in hoher, fast monotoner, Geschwindigkeit gehalten, jedoch werden auch immer wieder ruhigere bzw. langsamere Breaks eingefhrt, die dazu fhren, keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Allein von der Stimmung, welche hier erzeugt wird, muss man INFERNO loben. Denn eigentlich sollten es genau die Emotionen sein, die Black Metal hervorrufen soll. Beklemmung, Dsternis, das Gefhl, alleine zu sein, Gnsehaut. Aber "Omniabsence Filled By His Greatness" ist beileibe keine einfache Scheibe und nichts, was man sich jederzeit anhren kann. Aber auch das kann man sich irgendwo als Lob auf die Fahne schreiben. Wer es mal probieren mchte, dem sei als Anspieltipp der Track "The Heretical Fissure Of The Most Distant End" empfohlen.
   
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