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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEMPLE OF BAAL - Verses Of Fire
Band TEMPLE OF BAAL
Albumtitel Verses Of Fire
Label/Vertrieb Agonia Records / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/pages/temple-of...
Verffentlichung 01.11.2013
Laufzeit 58:58 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wenn der Mann, der "Verses Of Fire" aufgenommen hat, mit Nachnamen schon Guillotin heit, kann doch nur Groes passieren. Nun wollen wir aber mal nicht mit Charles Dickens und den "Groen Erwartungen" an das vierte Album der Franzosen von TEMPLE OF BAAL rangehen, denn sonst knnte man auch ganz schnell enttuscht werden wie einst Topper Harley. Fakt ist, die Franzosen liefern eine einstndige, brachiale Vorstellung ab. "Verses Of Fire" ist ein Hybrid aus Black und Death Metal, der von der ersten Sekunde an zeigt, in welche Richtung es geht. Nmlich voll auf die Fresse!
Wer sich dem Geprgel aussetzt, bekommt einen vollen Sound, Geblaste, Gerumpel und berzeugendes Gekeife irgendwo zwischen Growls und typisch-schwarzem Gemaunze. Dazu ein Gitarrenspiel, was nicht ber die volle Lnge des Albums berzeugt. Zwar durchweg konsequent in der Machart, jedoch unterlaufen den Franzosen leider zu oft Passagen, die nur mittelmig sind. Gerade zu Anfang der Scheibe geht in dem ganzen Wust recht viel unter und die Wachmacher folgen erst bei "Gates Of Death" wieder. Bis zu jenem Zeitpunkt rauschen die ersten vier Lieder grtenteils schneller vorbei, als ein ICE an Wolfsburg. Kleinere Momente, meist diverse Soli, sind recht nett, tuschen aber kaum darber hinweg, dass ein wirklicher Ohrenschmaus bis dahin ausgeblieben ist. So wirklich ndern will sich das auch die restliche Spielzeit nach "Gates Of Death" nicht. "Gnosis Of Fire" und "Lord Of The Raging Sea" sind da noch die vielversprechendsten Tracks, welche mit ihrem Groove und den verschiedenen Riffs Abwechslung hereinbringen. Jedoch vollbringen auch diese beiden es, sich mit mehr Spielzeit mehr und mehr der Gesamtheit anzupassen. Nicht, dass "Verses Of Fire" ein schlechtes Album wre, aber es ist eben auch nicht so richtig geil.
Fazit ist, dass, so gern ich es eigentlich auch will, mir bei der Platte einfach irgendwas fehlt. Es gibt, wie schon gesagt, hier und da Melodien und Augenblicke, die ich super finde. Fr eine satte Stunde ist mir das aber einerseits zu wenig, andererseits sind mir die monotonen Momente schlicht zuviel. Wirklich Abwechslung kommt einfach zu wenig rein, weil zu vieles auf gleichem Level bleibt. Zu oft verschwimmen die Dissonanzen, das Beckengeschepper und der gutturale Gesang zu einem Etwas. Freunde von Behemoth, Vader oder Deathspell Omega sollten sich aber keinesfalls davon abschrecken lassen, sich mit TEMPLE OF BAAL zu beschftigen.
   
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