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22. September 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

POSTURES - Postures
Band POSTURES
Albumtitel Postures
Label/Vertrieb World In Sound / Rough Trade
Homepage posturesmusic.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/posturesmusic
Verffentlichung 13.12.2014
Laufzeit 50:29 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Neues fr die Freunde von Experimentalmusik! Mit POSTURES kommt ein neuer Emporkmmling aus Schweden inklusive selbstbetiteltem Debt aus den Untiefen Skandinaviens. Aufgrund des schick designten Dikipacks lagen die Assoziationen schnell bei Kylesa oder auch Black Tusk. Das Quintett hat aber eher wenig mit Sludge zu tun. Stattdessen umso mehr mit Rock, der sehr an die Siebziger Jahren angelehnt zu sein scheint. Neun vertrackte sowie verspielte psychedelische Nummern mit einer charismatischen Sngerin am Mikro, das alles eingekleidet in einen zeitgemen und modernen Sound. Wnsche drften hier nicht viele offen bleiben fr Fans, die auch heute noch gerne eine Hammondorgel in progressiven Wurschteleien bertalentierter Musiker hren. Der Fokus liegt dabei aber klar auf gemigtem Chaos, als auf emotionalem Bersten inmitten von nicht mehr folgbaren Strukturen. "Postures" geht in den entsprechenden Momenten eher ins hypnotische und spielt diverse Stellen lieber acht Mal mehr, als einmal zuwenig. Dabei bleibt es zwar generell vertrackt, wird jedoch weder umstndlich, noch zu laut oder kompliziert. Insgesamt fhrt das in der vollen Breite zu einer angenehmen Harmonie, welche nicht hektisch ist, jedoch immer in Bewegung bzw. einer gewissen Dynamik bleibt.
Handwerklich ist auf der Scheibe nichts zu finden, womit man einem der Beteiligten hier einen Vorwurf machen kann. Was aber nach einiger Zeit strt, ist, so dumm sich das anhrt, die Stimme der Sngerin. Das Organ von Paulina Nystrm ist eigentlich ohne Frage sehr gut. Die Frau kann definitiv singen. Aber diese monotone Art der Hhe ihrer Stimme macht mir "Postures" nach einiger Zeit leidig. Es wird sicherlich viele geben, denen das gefllt. Aber mich nervt das leider nach einiger Zeit, was aber nicht heit, dass ich nicht neidlos auch anerkennen will, dass die Frontfrau sehr gut ist und die Chose hier somit lediglich eine reine Geschmacksfrage darstellt. Zudem gibt es gengend Etappen, wo Frau Nystrm auch gar nichts dazu tut, sondern einfach ihre Mitmusiker arbeiten lsst, wie im abschlieenden instrumentalen epochalen "Quakes", was knappe dreizehn Minuten vllig ohne Gesang auskommt. Man nehme Massive Attack, Portishead oder auch die Soloknstlerin Roisin Murphy von Moloko, kreuze dies mit The Mars Volta oder auch At The Drive-In, herauskommen drfte so ziemlich das Gleiche wie POSTURES!
   
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