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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LUCID DREAMS - Lucid Dreams
Band LUCID DREAMS
Albumtitel Lucid Dreams
Label/Vertrieb Rockworks Records
Homepage www.luciddreamsband.com/
Verffentlichung 27.12.2013
Laufzeit 46:07 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Seit 2011 steht diese Band aus Norwegen auf der Matte und seit Anfang November 2013 ist ihr erster Longplayer zu haben. Die Besetzung sagt mir vorerst nichts, obwohl der Promo-Zettel von diversen Vorgngergruppen spricht, die aber nicht benannt werden. Newcomer also. Wenn man sich allerdings diese Scheibe anhrt, merkt man schnell, dass man es mit versierten Musikern zu tun hat. Vom Knnen her gibt es hier kaum etwas auszusetzen. Auch die Produktion, fr die Gitarrist Rune Gutuen verantwortlich ist und die in den dnischen Jailhouse Studios stattfand, ist ber alle Zweifel erhaben.
Musikalisch kann man LUCID DREAMS durchaus als Chamleon bezeichnen. Denn die musikalische Bandbreite, die auf dem Silberling vertreten ist, lsst auer ganz extremen Spielarten der harten Mucke kaum etwas aus. Es geht los mit einem kurzen, brsigen Keyboard-Intro, das Nightwish-Klone befrchten lsst, aber mit dem darauf folgenden strammen Rocker "Cassies Escape" und mit "For Your Love" galoppiert man recht gelungen in Gefilde, wo die dnischen Pretty Maids zuhause sind. Die nchsten zwei Stcke orientieren sich eher an amerikanischen Helden wie beispielsweise Chickenfoot, es rockt geradeaus, ohne sonderlich Charakter zu entwickeln. Erst mit dem als Ballade beginnenden "Lucid Dream" scheint die Band zu ihrem eigentlichen Kern zu kommen, denn gegen Ende des Stckes geht ein heftig-thrashiges Riffing los, das auf die nchsten drei Stcke hinweist, die man getrost als Progressive Rock & Metal bezeichnen darf. Hier wird ordentlich die Sau rausgelassen, Breaks, Rhythmuswechsel, scharfe Keyboard- und Gitarrensoli, alles da. Das ist gute handfeste Kunst und erfreut auch Fans von Dream Theater. Mit "Paranoia" lsst die Freude schon etwas nach, die letzten zwei Stcke rocken fr mich irgendwo im Nirgendwo. Selbst der bis dahin fhige und markante Snger Fredrik Sinsen, der mich stimmlich manchmal an den guten alten John Lawton erinnert, fllt hier etwas ab. LUCID DREAMS haben einiges drauf, aber vielleicht sollten sie sich auf eine klarere Richtung konzentrieren. So sieht es aus, als ob sie ALLES wollten. Da kriegt man am Ende manchmal aber auch nichts.
   
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