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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HIGH HOPES - Self Revival
Band HIGH HOPES
Albumtitel Self Revival
Label/Vertrieb This Is Core
Homepage https://www.facebook.com/highhopesband
Verffentlichung 15.11.2013
Laufzeit 38:46 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Auf den ersten Blick hren sich HIGH HOPES wie eine dieser vielen, vielen typisch amerikanischen, austauschbaren Hardcore Bands an. Auf den zweiten Blick mag das fr viele Andere nach wie vor nicht anders sein, aber die Jungs packen mich an der richtigen Stelle. Je fter ich "Self Revival" hre, umso besser gefllt mir die Scheibe. Die Songs sind zwar alle hnlich in der Machart, aber trotzdem immer noch variabel genug, um ber die ganze Platte hinweg weder Langeweile aufkommen zu lassen noch drge zu werden. Die Dosierung von Melodien und Beatdowns, die Intensitt und die Atmosphre sind in meinen Augen nahezu perfekt getroffen.
Das Quintett aus Boston prsentiert auf seinem Debt keinen stumpfen "auf-die-Fresse-Hardcore", sondern zeigt ein richtig gutes Hndchen fr vernnftige und wohldurchdachte Lieder. Die Gitarren sind nicht bis in die tiefsten Tiefen runtergestimmt, sondern zeigen, dass man guten Hardcore auch fernab der Drop-D Schule machen kann. Zwar wird auch hier des fteren das altbekannte Stilmittel dieser Musikrichtung bemht, allerdings wird es weit weniger ausgereizt und eben nicht bis zum geht nicht mehr gespielt. Vielmehr begeistert da immer wieder die zweite Gitarre, die in fast allen Tracks cleane Parts mit einzubauen wei und damit erstens der Melodisitt mehr als nur einen riesigen Gefallen tut und zweitens Abwechslung und eine tolle Stimmung verbreitet. Ebenfalls gibt es viele Variationen im Tempo in den Stcken. Mal wird gekonnt die Geschwindigkeit gedrosselt, mal im richtigen Moment hochgefahren, oder es wird eben durch einen der angesprochenen cleanen Unterschbe die Stimmung verndert. So fllt die eher weniger inspirierte Stimme vom Snger kaum weiter ins Gewicht, jedoch ist es auch hier irgendwo angenehm, keine bermige Poserei wahrzunehmen, sondern schlicht jemanden zu haben, der einen ordentlichen Job macht. Mit "Echoed Steps" hat man genau in der Mitte des Albums noch ein Interlude gepackt, was nur auf dem Klavier gespielt wird. Faszinierend dabei ist, wie dadurch aber berhaupt kein Bruch im Gesamtkonstrukt entsteht, sondern dem Hrer vielmehr so etwas wie eine Ruhephase gegnnt wird, bevor es in die zweite Hlfte von "Self Revival" geht.
HIGH HOPES sind eine viel versprechende neue Band im Hardcore Zirkus, die hoffentlich weiter so berraschungen zu bieten hat. Wer Anspieltipps braucht, sollte es mal mit "The Balance" und/oder "Renew/Reform" probieren. Ansonsten sei die Band jedem Fan von ernsthaftem und emotionsfreudigen Hardcore empfohlen. Wer hier auf Partybeatdown setzt, knnte schnell enttuscht sein.
   
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