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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HELL - Curse And Chapter
Band HELL
Albumtitel Curse And Chapter
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage www.hell-metal.com
Verffentlichung 22.11.2013
Laufzeit 59:54 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Das HELL-Debt "Human Remains" ist vor zweieinhalb Jahren eingeschlagen wie eine Bombe. Umso gespannter war die Metalwelt auf den Nachfolger. Die vorab verffentlichte "Age Of Nefarious"-EP war ein guter Anschmecker, deren Titelstck mit den "Age of Aquarius"-Anleihen aus dem Musical "Hair" - nach einem stimmungsvollen Intro - auch "Curse And Chapter" standesgem erffnet. Die Markenzeichen von HELL haben sich Gott oder besser dem Teufel sei Dank nicht verndert. Zunchst ist da das Gitarrenduo Sneap/Bower, die wieder etliche kongeniale Riffs, Lufe, Harmonien und Soli zum Besten geben. Die Beiden zeichnen sich auch mageblich verantwortlich fr die dstere Horroratmosphre, Andy durch die wiederum gelungene Produktion und Kevin durch seine beklemmenden Synthieeinstze.

Kevs Bruder David prgt das Erscheinungsbild von HELL natrlich ebenfalls durch seinen abgedrehten, theatralischen Gesang. Fr meinen Geschmack berzieht der Gute aber phasenweise ein wenig und macht mich mit seinem hysterischen Organ ganz wuschig. Er wird ja oft mit King Diamond verglichen. Das sehe ich aber etwas anders. Mich erinnert Dave eher an einen Warrel Dane, der stndig seine Kopfstimme benutzt. Dabei sind auch Danes strkste Momente bei Nevermore (R.I.P.) und mit Abstrichen auch bei Sanctuary, wenn er in seiner tieferen Stimmlage singt. Bower macht dies manchmal auch ("Darkhangel"), aber leider zu selten. Genau dann erzeugt er den Pathos, der HELL so gut zu Gesicht steht.

Kompositorisch jagt wieder ein Hhepunkt den nchsten: Neben den bereits erwhnten "Age Of Nefarious" und "Darkhangel" gefllt mir das Doppel "Harbringer Of Death"/"End Ov Days" (gehen ineinander ber), das Instrumental "Deathsquad" und das abschlieende "A Vespertine Legacy" am besten. Bei den Songtiteln htte man vielleicht etwas kreativer sein knnen, denn "Something Wicked This Way Comes" (Iced Earth) und "Deliver Us From Evil" (Warlord) sind bei vielen Rezipienten bereits mit anderen Konnotationen belegt. Alles in allem ist "Curse And Chapter" wieder ein saustarkes Album geworden, der berraschungseffekt des Debts ist allerdings ein wenig verpufft.
   
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