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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANDI DERIS AND THE BAD BANKERS - Million Dollar Haircuts On Ten Cent Heads
Band ANDI DERIS AND THE BAD BANKERS
Albumtitel Million Dollar Haircuts On Ten Cent Heads
Label/Vertrieb earMUSIC/Edel
Homepage www.facebook.com/andiderisofficial
Alternative URL www.ear-music.net
Verffentlichung 22.11.2013
Laufzeit 43:51 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 11 von 15 Punkten
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ANDI DERIS hat im November mit "Million Dollar Haircuts On Ten Cent Heads" sein erstes Soloalbum seit 1999 verffentlicht. Allerdings stimmt der Begriff "Soloalbum" nicht ganz, er hat das Album mit einer festen Band aus jungen Musikern aus seiner Wahlheimat Teneriffa eingespielt und deshalb unter dem Namen ANDI DERIS AND THE BAD BANKERS verffentlicht, wobei Musik und Texte zu 100 % von Andi stammen. Andi ist ziemlich angepisst von Banken, Bnkern und Managern, was sich schon im Bandnamen zeigt und so klingt die Musik auf diesem Album teilweise aggressiv, rau und modern. Diesen Sound findet man auch auf den letzten Alben seiner Stammband HELLOWEEN, dort aber eher nur als Bestandteil neben den typischen Elementen dieser Band. Hier wirkt es so, als knnte Andi diese Einflsse mal bis zum Ende ohne Rcksicht auf einen bestimmten Bandsound ausleben weshalb die Musik ehrlich und konsequent rber kommt.

Das Album startet mit "Cock" ziemlich heftig. Der Song steht im oberen Midtempo und klingt riffbetont und aggressiv, besonders in den Strophen mit verzerrtem Gesang. Der Chorus ist dagegen eher eingngig was das Stck spannend hlt. Dann wird in "Will We Ever Change" das Tempo gedrosselt. Nach einem gemigten Anfang mit cleanen Gitarren entwickelt sich dieser Song zu einem coolen Groover mit typischem Deris - Gesang, marschartigen Drums und feelingbetontem Solo. Fr Abwechslung sorgt "Blind", das mit Akustikgitarren und dezent "proggigen" Keyboards beginnt und sich zu einem riffbetonten Midtempogroover mit melodisch - eingngigem Chorus entwickelt, wobei die Akustikgitarren vom Anfang immer wieder auftreten und fr angenehme Kontraste sorgen. In "TWOTW 1938 (Don't Listen To The Radio)" lassen es die Jungs danach so richtig krachen. Ein eingngiger, einfacher aber enorm effektiver fast schon punkiger Banger, der nach vorne geht und Spa macht. Das melancholische langsam - dstere "Who Am I" erinnert an BLACK SABBATH wozu auch der basslastige Anfang beitrgt. Hier wird im Chorus und in einem Zwischenteil das Tempo angezogen was dem Fluss des Songs sehr gut tut. Am Ende klingt "This Could Go On Forever" ein wenig experimentell, erneut mit melodischen Gesang und eingngigen Chorus, bevor das Ganze sehr harmonisch mit der melodischen Akustikballade "I Sing Myself Away" ausklingt.

ANDI DERIS AND THE BAD BANKERS haben ein abwechslungsreiches eigenstndiges Album eingespielt. Natrlich finden sich Elemente wie beispielweise eher modern angelegte Riffs, die auch in (eher aktuellen) HELLOWEEN - Songs enthalten sind. Diese werden hier aber wesentlich konsequenter durchgezogen. Die Musik auf diesem Album klingt insgesamt mehr rockig mit modernen Elementen und Sounds als nach Melodic Speed Metal wodurch die Abgrenzung zu Andis Hauptband und die "Legitimation" dieser Platte auf jeden Fall vorhanden sind. Freunde der Stimme von Andi Deris oder von derartigen rockigen Sounds, die auch mal dreckig / aggressiv klingen drfen, sollten einfach mal reinhren, aber auf keinen Fall ein Album erwarten das deutlich nach HELLOWEEN klingt was absolut Sinn macht!
   
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