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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLACKSHORE - Terror
Band BLACKSHORE
Albumtitel Terror
Label/Vertrieb Black Skull Records/ Soulfood
Homepage www.facebook.com/blackshore?
Verffentlichung 15.11.2013
Laufzeit 58:11 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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BLACKSHORE aus Lbeck melden sich mit Album Nummer drei zurck. Schon der Name lsst erahnen, dass es sich hier nicht um Kindergeburtstag handelt. Mit dem Titelstck "Terror" geht es nach einem kurzen Intro auch direkt mit derbem, rudigem Black Metal der alten Schule los. Ganz ehrlich, das Geprgel fand ich beim ersten Hren ein bisschen zu eintnig. Mittlerweile geht besonders der Refrain gut ins Ohr und steht vertretend fr die enorme Aggressivitt, die von BLACKSHORES Musik ausgeht. Und schon sind wir bei meinem persnlichen Favorit "Reaktor". Wie schweinegeil ist denn bitte dieser Song! Das derbe Gekeife auf Deutsch und der relativ thrashlastige Sound verfehlen ihre Wirkung nicht. Irgendwo zwischen Gesellschaftskritik und ekeligem Schreckensszenario bewegt sich dieser Kracher. Sptestens wenn es am Ende heit: "Bis heute habt ihr Wichser nichts gelernt - eure Tumore weisen in die strahlende Zukunft!", sollte auch klar sein, dass hier nicht nur stumpfer Splatter herrscht, sondern auch Hirn hinter den Inhalten zu vermuten ist. In "Troublemakers Black Metal" schaut die Band weiter ber den Tellerrand und prsentiert so etwas, wie eine extreme Variante eines MOTRHEAD-Songs. Rock 'N' Roll Riffs, Spa und Vollgas, gefllt mir gut. Generell hrt man zudem auch immer wieder Elemente aus dem (Hardcore)Punk heraus, selbst vor Gangshouts machen BLACKSHORE keinen Halt. Und doch geht der Scheibe in der zweiten Hlfte ein bisschen die Puste aus, finde ich. Die beiden Longtracks "52 Meter" und "U-Boot Magie" wirken irgendwie fehl am Platz und jeweils unntig in die Lnge gezogen, auch wenn letzteres offensichtlich eine Art "hidden track" darstellen soll.
Die Idee, mglichst viele Spielarten des Black Metals zu bedienen, ist ja grundstzlich nicht schlecht, aber ich fr meinen Teil htte mir mehr von der brutalen Black/Thrash-Mischung aus "Reaktor" gewnscht. Die grobe hnlichkeit zum Werk der frhen SODOM fand ich da sehr interessant. Auch die vereinzelten deutschen Texte gefallen mir wirklich gut. Schade, dass es nur ein paar sind. Letztendlich ist "Terror" ein absolut ordentliches Drittwerk geworden, dass starke Momente bietet, aber eben auch mit mehreren grundsoliden, aber nicht sonderlich einfallsreichen Stcken aufwartet. Auf Grund der herrlich dreckigen Produktion und der Wucht, mit der die Band durchstartet, reicht es gerade so fr eine zweistellige Bewertung.
   
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