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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LUCID DREAMING - The Chronicles Part 1
Band LUCID DREAMING
Albumtitel The Chronicles Part 1
Label/Vertrieb Limb Music / Soulfood
Homepage www.facebook.com/luciddreamingmetal
Alternative URL elvenpath.com
Verffentlichung 2013
Laufzeit 76:07 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit in der auch Musikalben nicht mehr den Stellenwert von frher haben. Viele Knstler im Bereich des Metals geht es aber immer noch um das Album und nicht den einzelnen Song. Da dauert das Werk auch schon mal lnger als 45 Minuten und beinhaltet eine zusammenhngende Geschichte mit verschiedenen Sngern und Instrumentalisten.
Wer jetzt an Ayreon, Avantasia oder an deren Kopien denkt, ist bei Lucid Dreaming auf dem Holzweg!
Lucid Dreaming ist eine Undergroundscheibe von Gitarrist und Songwriter Till Oberboel den man von der Band Elvenpath kennen knnte. Der Hesse hat befreundete und sicherlich ber Beziehung Musiker fr das 76 Minuten lange Mammutwerk zusammengetrommelt. Ob man das Ganze "Metal Oper" oder Konzeptalbum nennen will, ist doch egal. Aber hier regieren Gitarren und keine Kinderchre, Erzhler oder gar schwlstige Keyboards.
Es wird anscheinend auch keine eigene Geschichte erzhlt, man widmete sich den Bchern von "Chronicles of Prydain" von Lloyd Alexander. Von jenen habe ich noch nicht mal gehrt, aber der Disney Animationsflop "Taran und der Zauberkessel" (1985) soll wohl auch davon inspiriert worden sein. Das mystische Cover finde ich sehr gelungen und macht neugierig.
Am ehesten kann ich die Musik als frhe Blind Guardian ohne Hansi, dafr mit verschiedenen Sngern bezeichnen. Jedoch neigen Lucid Dreaming zur permanenten berlnge und weniger Bombast als die Gardinen aus Krefeld! Jedes Lied ist mindestens sechs Minuten lang und erreicht schon mal die sieben, acht oder 11 Minuten Marke. Handwerklich ist alles klasse eingespielt und sehr erdig, was den Sound betrifft. Michael Frlich hat in den bekannten Kohlekeller Studios den Mix und das Mastering der in ganz Europa gettigten Aufnahmen gut zusammen gefasst. Bevor ihr euch eine der derzeitigen von den groen Magazine gepushten Retrorockern oder 80er Metalposern aus Skandinavien zulegt, solltet ihr das hier antesten.
Snger/innen wie 'Jutta Weinhold (ex-Zed Yago, Jutta Weinhold Band), Thassilo Herbert (Dragonsfire), Leo Stivala (Forsaken) oder Alexx Stahl (Roxxcalibur, Masters Of Disguise) garantieren Abwechslung und werden noch von grtenteils recht unbekannten weiblichen und mnnlichen Vokalisten ergnzt die allesamt eine gute Leistung zeigen, wobei der hohe Gesang des Ex-Emerald Sngers mit dem kuriosen Namen Jvo Julmy sicherlich nicht jedermanns Sache ist und polarisiert.
Selbst Gegner der Konzeptalben, Metal Opern und Projektschwemme knnen, wenn sie auf kernigen Power Metal stehen hier viel Spa haben! Hoffentlich verkauft Till ein paar Alben damit er auch einen zweiten Teil verffentlichen kann.
   
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