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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MINOTAURO - Master Of The Sea
Band MINOTAURO
Albumtitel Master Of The Sea
Label/Vertrieb Dust On The Tracks Records
Homepage www.minotauro-band.com
Verffentlichung September 2013
Laufzeit 52:11 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die Italiener MINOTAURO, die im September ihr Album "Master Of The Sea" verffentlicht haben, spielen laut Infozettel "Symphonic Metal ... voll epischer Magie und stilistischer Vielfalt". Diese Beschreibung trifft irgendwie voll auf die Musik dieser Band zu und auch irgendwie nicht. Nicht deshalb, weil diese Attribute bei einer Band aus Italien schnell zur Einstufung "Kitsch Metal" fhren knnen und davon sind MINOTAURO einfach meilenweit entfernt. Natrlich baut die Band jede Menge klassische Parts in ihre Songs ein. Dieses gelingt den Jungs aber derartig harmonisch, sodass diese Elemente nie zu aufdringlich werden, sondern zustzliche Klangfarben in kompakten Rock- bzw. Metalsongs bleiben. MINOTAURO haben dabei mit einem echten Orchester, dem Croatian Orchestra IstiraPhonic zusammengearbeitet. Die klassischen Elemente klingen warm und organisch weshalb es sich hier wohl um "echt" eingespielte Musik und keine Konservensounds handelt.

Der Opener des Albums "The Idol" startet mit einem lngeren klassischen dramatischen Intro, das Soundtrackatmosphre schafft. Danach entwickelt sich der Song aber zu einem riffbetonten eingngigen Rocker im oberen Midtempo mit schnellem Gitarrensolo, in den die klassischen Parts harmonisch eingefgt werden. Am Ende kommt die Band zum Intro zurck und so schliet sich der Kreis eines fesselnden Songs. Bereits in diesem Stck berzeugt Snger Rudy Berginc mit seiner kraftvollen mittelhohen Stimme irgendwo zwischen Joacim Cans, Tobias Sammet und Bruce Dickinson. Auch im Rest des Albums klingt er vielseitig immer wieder mal mehr und mal weniger in Richtung eines dieser drei Herren und drckt den Songs seinen Stempel auf. Im folgenden Titelstck wird das Tempo etwas angezogen. Auch hier harmonisieren die klassischen Elemente wieder sehr schn mit Riffs und kraftvollem Gesang und schaffen einen eingngigen Rocksong, zu dem die Band ein Video gedreht hat. Danach beginnt "Hero" sehr klassisch und melodisch. Die Verbindung von Streichern, Gitarren und Drums erinnert an RONDO VENIZIANO, was ausdrcklich positiv gemeint ist! Der Song ist eingngig, etwas langsamer und berrascht zustzlich durch einige progressiv angehauchte Gitarrenriffs. Knnte auch von einem alten ANGRA - Album stammen. Die atmosphrische Halbballade "Another Day" berzeugt mit Klavierintro, Akustikgitarren und ausdrucksstarkem Gesang.

Der Rest des Albums berzeugt genauso. "Never Loose Your Faith" klingt gemigter und in "This Is What You Need" wird es mal heftiger. Ein Albumhighlight haben sich MINOTAURO mit "Devil's Sign" bis zum Ende aufgehoben. Ein riffbetonter Rocker mit megeingngigem Chorus, sehr schnen Gitarrenmelodien, dezenten Klassikparts und einem bombastischen Zwischenpart mit Piano, nachdem die Jungs gekonnt in den Song zurckfinden. Hier werden klassische Musik und Rock nochmal richtig gekonnt miteinander verbunden. Eingesungen wurde das Stck von Gran Erdman (u. a. Ex - YNGWIE MALMSTEEN), der hier zustzlich die Krone aufsetzt. Sein ausdrucksstarker gefhlvoller krftiger Gesang ist immer noch berragend. Schade dass aus dem nicht mehr geworden ist. Ein gekonnt umgesetztes abwechslungsreiches Album und eine sehr schne berraschung die zeigt, dass Klassik und Metal miteinander harmonisieren knnen ohne in kitschige Regionen abzutriften.
   
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