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Was machen Ensiferum für Musik? Schwierig zu sagen! Das Label Spinefarm schreibt beim zweiten Album "Iron" was von Melodic Death Metal. Diese Schublade passt nicht ganz zu den Finnen, da sie doch aufgrund der Musik, Texten, Cover sowie den kriegerischen Promofotos mit Schwert und mittelalterlicher Kleidung eher in die Viking Metal Ecke tendieren. Hört man sich den ersten Song das Instrumental "Ferrum Aeternum", sowie das kurze Zwischenstück "Mourning Heart-Interlude" an, weis man warum: Purer, verträumter Folk. Der Rest pendelt zwischen hymnenhaften Viking Metal mit rauem Gesang bzw. teilweisen heroischen Klargesang. Doch die gelegentlichen Folkeinschübe in diesen Songs sind das Salz in der Suppe. Natürlich sind Ensiferum von Bands wie Bathory beeinflusst und die Keyboards erinnern mich an die abgefahrenen Briten von Bal Sagoth, aber trotzdem sind die Hymnen recht eigenständig. In einer Zeit wo in Finnland die Kopie der Kopie aus den Genlabors entsteigt ist das schon etwas besonderes. Manchmal sind mit die Songs auf "Iron" zwar etwas zu simpel gestrickt, aber trotzdem begeistert mich die recht originelle und abwechslungsreiche Platte. Der letzte Song "Tears" beispielsweise ist sehr getragen, nur mit einer Sängerin. Geil! Passt irgendwie auch zum recht ruhigen Anfang. Die Scheibe wurde übrigens von der Legende Flemming Rasmussen (Metallica, Blind Guardian) produziert und unterscheidet sich somit von den oft seelenlos klingenden finnischen Hightechproduktionen der letzten Zeit. Nur die etwas kurze Spielzeit betrübt mich. Ensiferum haben mit "Iron" eine Platte fabriziert, die Metaller und Folk/ Mittealterfans gleichzeitig begeistern kann. |
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