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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STELLAR MASTER ELITE - Destructive Interference Generator
Band STELLAR MASTER ELITE
Albumtitel Destructive Interference Generator
Label/Vertrieb Exiter Records / Plastic Head
Homepage www.stellarmasterelite.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/smemusic
Verffentlichung 04.10.2013
Laufzeit 45:15 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Im Infoblttchen zur Band wird das Wort "vielschichtig" bemht. Das ist absolut zutreffend. STELLAR MASTER ELITE sind wahrlich nicht einfach zu packen. Die Black Metal Combo, die ihr zweites Album - kurz "II" mit dem Untertitel "Destructive Interference Generator" - nach dem 2011er Debt verffentlicht, hat vieles zu bieten. Dabei ist vor allem die Unterschiedlichkeit der Songs markant. Alle sind verschiedenen Tempi unterworfen, was dann von meist doomig, wie im Titeltrack "Destructive Interference Generator", bis hin zu schnellem Uptempo la "Beyond Light" reicht. Vor allem aber die schleppende Note in den Songs lsst diese ungemein schwermtig erscheinen und hat mit dem Hintergrund des dsteren Universums eine starke atmosphrische Wirkung.
Soundtechnisch ist das auch eher weniger an den zahnschmerzverursachenden, hochtnigen und somit klassischen Black Metal Stil angelehnt, sondern die Gitarren und der Bass weisen dabei mehr Druck und Tiefe auf, als es sonst blich ist. Dabei schafft es vor allem der Viersaiter, die Lieder noch ausgefeilter klingen zu lassen, da er sich nicht stumpf an die unteren Oktaven hlt und lediglich die Gitarren untersttzt, sondern oftmals mit eigenen Spielereien sich auch gerne mal in den Vordergrund hebt. Teilweise klingt das sogar schon nach einem Fretless-Bass, der dort das Griffbrett rauf und runter leiert. Die Stimme von Snger Ben, welcher sein Goldkehlchen sonst fr die deutschen Sonic Reign hergibt, berzeugt ebenfalls auf ganzer Linie. Tiefe Verzweiflung gepaart mit wirklich rudigem Geschrei, was ebenfalls nicht zu sehr ins Gekreische geht, sondern genauso dreckig wie passend fr die musikalischen Werke klingt.
Traurigerweise hat die Scheibe einen recht abrupten Schluss. Das Ende von "Destructive Interference Generator" kommt sehr pltzlich, was die Frage aufwirft, warum man hier nicht einfach noch einen dieser "Weltraum"-Sounds genommen hat, um so eine Brcke zum Intro "Prodigium" zu schlagen und den Kreis ausgewogener zu schlieen. Dieser Umstand kommt aber auf einem durchgngig berzeugenden Album erst ganz zum Schluss, so dass dieser Punkt gar nicht allzu schwer wiegt. Fr Black Metal Fans ist die Hausaufgabe, STELLAR MASTER ELITE mindestens eine Chance zu geben und sich damit mal zu beschftigen. Wer auch sonst mal gerne bei Schwarzmetall hinhrt und nicht immer das gleiche Gekreische will, drfte ebenfalls schnell angefixt sein.
   
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