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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SCAR THE MARTYR - Scar The Martyr
Band SCAR THE MARTYR
Albumtitel Scar The Martyr
Label/Vertrieb Roadrunner Records / Warner
Homepage www.scarthemartyr.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/scarthemartyr
Verffentlichung 27.09.2013
Laufzeit 75:06 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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So sieht das also aus, wenn ein Grammy-Gewinner mal "was neues" ausprobiert. Joey Jordison, mittlerweile nicht mehr nur Drummer bei Slipknot, sondern auch Produzent und Songwriter, stellt den Anspruch an Debt-Alben mal eben auf ein vllig neues Niveau und drfte damit eine Vielzahl an Bands ziemlich alt aussehen lassen.
Schon das Intro offenbart eine ganz leichte Spur von Gothic-Klngen, welche sich auch weiter durch die Scheibe zieht. Mitschuld drfte Keyboarder Chris Vrenna (Nine Inch Nails) haben, der des fteren einen sympathischen Klangteppich unter die Kompositionen zu legen wei. Sonst noch mit von der Partie sind Gitarrist Jed Simon (Strapping Young Lad), Kris Norris (Darkest Hour) und Lead-Snger Henry Derek, der "Scar The Martyr" auch geschrieben hat. So klingt der Auftakt der Scheibe wie eine Kreuzung aus EBM-Party und alten Slipknot Platten. Der Drum-Sound lsst von Anfang an keinen Zweifel daran, wer hinter der Schiebude sitzt. Dass man von jetzt auf gleich erraten kann, wer federfhrend bei der Produktion gewesen ist, liegt auch daran, dass man in den heimischen Studios in Des Moines, Iowa aufgenommen hat, also quasi im eigenen Wohnzimmer.
Jeder Track bringt im Schnitt um die fnf Minuten auf die Waage, wenn nicht ist er meist sogar lnger. Das fhrt dazu, dass die Platte mitunter recht schwer wiegt und man nach der Hlfte der Platte leider auch schon ziemlich satt ist. 75 Minuten Spielzeit sind eine Ansage. Der Sound, der sehr voll und prall ist, spielt in dem ganzen Reigen eine gewichtige Rolle. Der bringt zustzlich noch mal eine gewisse Schwere mit sich. Sind die ersten beiden Songs "lediglich" echt gut, wird mit "Soul Disintegration" als vierte Nummer aber ein Stck geboten, was ich mal mutig als einen der besten Songs des Jahres bezeichnen mchte. Das Teil ist ein Hit durch und durch und drfte in den Metaldiskos sicher die nchsten 5 Jahre einer der Bringer sein (sagt man das Wort "Bringer" eigentlich noch?). Da kann sogar die Singleauskopplung "Blood Host" schon als eine der eher uninspirierteren Nummern gesehen werden, denn "Scar The Martyr" hat viel mehr Strken zu bieten.
Die Kinder des Nu-Metal sind erwachsen geworden, knnte man flapsig sagen. Mit einer unglaublichen Reife und tollem Gespr fr Songdramaturgien und -strukturen tauchen Jordison und seine Mitstreiter mit SCAR THE MARTYR wieder auf der Bildflche auf und drften dort auch erstmal verharren.
   
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