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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HAN JIN OAKLAND - I will kill you
Band HAN JIN OAKLAND
Albumtitel I will kill you
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.hanjinoakland.com
Verffentlichung 08.02.2003
Laufzeit 69:20 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 2 von 15 Punkten
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Na, das ist doch mal schnieke! Eine Eigenproduktion in einer DVD Hlle unters Volk zu schmeien, anstatt im konventionellen Jewel Case. Erregt auf jeden Fall mehr Aufsehen, was Bandboss und Songwriter Christoph Jungen sicherlich entgegen kommt. Selbstdarstellung und Image scheint ihm sowieso sehr wichtig zu sein. So begegnen einem im achtseitigen Booklet nebst C.J.s Bildnissen im Kornfeld ( with sunglasses, of course ) auch intimste Details zu seiner Person. Zum Beispiel wei ich jetzt, dass er auer mit Whiskey Cola auch mit Erdbeermilchshakes seinen Gaumen umschmeichelt, oder seine Lieblingskrankheit das Tourette Syndrom ist... Naja... Texte zu den Songs wren mir echt lieber, als diese Albernheiten, fr die sich keine Sau interessiert.
Aber zur Musik. Geboten werden satte 13 Songs, wobei die letzten drei als Bonustracks aus einer 95er Aufnahmesession fungieren. Den Stil des Gitarristen knnte man als rockigen Metal definieren, der recht riffbetont daherkommt. Die Songs sind jedoch durch die Bank weg eher durchschnittlich und unspektakulr. Paradebeispiel ist auch direkt der Opener / Titelsong I will kill you. 08/15 Riff trifft auf selbige Gesangsmelodie und mndet in einen langweiligen Refrain. Da helfen auch die aufgesetzten Keyboardeinsprengsel nichts. Leider zieht sich dieses Phnomen wie ein roter Faden durch das Album und auf berraschungen wartet der Hrer vergebens. Zumindest kann ich nicht viel auf der Platte ausmachen, dass irgendeine positive Gefhlsregung bewirken knnte. Lediglich Sologitarrist Alex Sprave kann mit seinem Spiel berzeugen und hat wirklich etwas auf dem Kasten. Ergo, Bands wie diese gibt es in jeder Stadt mehr als genug und es braucht wahrscheinlich mittlerweile etwas mehr als ein aufgeblasenes Ego und die Vision ein Stadion nach dem anderen zu bereisen um auch die Fans auf der ganzen Welt glcklich zu machen. Vielleicht sollte man sich erst mal einige gut arrangierte Songs draufschaffen um sich im kleinen Kreis einen Namen zu machen. Auch hilft es da wenig wenn man dem Bandinfo ein DIN A4 Blatt beilegt, dessen Front in groen Lettern den Satz: I WANT A FUCKIN` RECORD DEAL offenbart. Ich will auch ein Mettbrtchen mit Ananasstcken, und, trotzdem krieg ich es nicht. Manche Dinge erfordern halt ein wenig Arbeit...
Die Ehre des Deals sollte Bands zukommen, die ihn verdienen und nicht einfach nur einen haben wollen. Trotzdem kann die Eigenproduktion von Han Jin Oakland fr nur 3 europische Taler ber die Homepage geordert werden, wobei ich mich frage, warum beim pressen der CD auf minderwertige CD-Rs zurckgegriffen wurde ( bedrucktes Label, aber grne Unterseite )? Zwar ist es teurer ein Glasmaster anfertigen zu lassen, doch wei man dabei dann genau, dass die auf der CD enthaltenen Daten nicht nach zwei Dekaden flten gehen. Dafr wrde ich als Konsument auch gerne 5 7 Euro zahlen und fr ein Demo mit 13 Songs erst recht.
Aber so ist es nun mal.
   
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