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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NAMI - The Eternal Light Of An Unconscious Mind
Band NAMI
Albumtitel The Eternal Light Of An Unconscious Mind
Label/Vertrieb Graviton Music Services
Homepage namiofficial.com/
Verffentlichung 01.11.2013
Laufzeit 51:49 Minuten
Autor Patrick Siegels
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die junge Combo Nami orientiert sich musikalisch an Nischengren wie Meshuggah, A Perfect Circle und Gojira. Das Label selbst wagt sogar den unter Kennern und Fans stets als sehr heikel empfundenen Tool-Vergleich. Als Anhnger dieser Szene lassen einen solche Worte natrlich erst einmal erwartungsvoll aufhorchen. Doch was steckt wirklich dahinter? Immerhin: Meshuggah und A Perfect Circle trennen ganze, musikalische Welten! Soll es sich hier tatschlich um eine Band handeln, die den komplizierten Spagat zwischen melancholischem Progressive-Metal und hackendem, trockenem Djent geschafft hat?
Der erste Eindruck spricht leider gegen diese Vermutung. Dennoch, mit dem neuen, zugegebener Maen etwas kompliziert betitelten Album "The Eternal Light Of An Unconscious Mind" haben die fnf Jungs von Nami einen Treffer hingelegt, der jedem Progressive und Djent geneigtem Hrer ins Ohr gehen wird. Schon der Opener "The Beholders" kommt auf sehr mchtigen Klngen daher. Nach dem synthetisch anmutenden Gitarreneinstieg, wird auch gleich mit tiefen, schleppenden Gitarrenriffs und dsteren Growls des Sngers nachgelegt. Die Headbanger-Stimmung wird dabei, klassisch-progressiv, immer wieder durch musikalische Gegenstze unterbrochen. In dem Track "Ariadna" beispielsweise, sieht sich der Hrer nach einem brettartigen Einstieg pltzlich mit minimalistischer Gitarre und Gesang in sehnschtiger Kopfstimme konfrontiert. Tool Anhngern wird in diesem Track die instrumentale Ode an einen der berhmtesten Tracks der kalifornischen Band "Schism" nicht entgehen. Rein technisch ist die Musik, die Nami auf ihrer neuen Scheibe prsentieren, dann allerdings doch etwas zu straight, um einem kritischen Vergleich mit der Genre-Gre Tool standhalten zu knnen.
Der Mut zur Experimentierfreudigkeit ist dennoch vorhanden und wird vor allem im Abschluss Track "The Dream Eater" deutlich, in dem man sich als Stilmittel eines Saxophons bedient, dass sich gekonnt an die Klnge der Sologitarre schmiegt. Diese experimentelle Stimmungsachterbahn zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs des neuen Albums.
So zeigt sich das Album, als Gesamtkonzept, in einem vielseitigen Gewand. Brecher-Titel wechseln sich mit finsteren, fast schon balladenartigen Tracks ab und zeichnen so ein Bild von einer Band, die sich in ihrem Genre bald einen festen Platz sichern wird. Dabei schafft es die aus Andorra stammende Gruppe, eine Klangstimmung zu erzeugen, die erahnen lsst, dass sie ihren eigenen Sound schon gefunden hat.
   
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