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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SARKE - Aruagint
Band SARKE
Albumtitel Aruagint
Label/Vertrieb Indie Recordings / Edel
Homepage https://www.facebook.com/sarkeofficial
Verffentlichung 20.09.2013
Laufzeit 38:09 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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SARKE aus Norwegen bleibt seinem Zweijahresrhythmus treu. Nach "Vorunah" 2009 und "Oldarhian" 2011 gibt es nun 2013 das dritte Album "Aruagint". Eigentlich als Ein-Mann-Projekt gestartet, hat Mastermind Thomas Bergli (ex-Old Man's Child, Khold, Tulus) mittlerweile eine illustre Runde von Mitstreitern fr sein Projekt gefunden. So liest sich das Line-up auch wie ein Who-is-Who der (Schwarz-)Metalszene. Nocturno Culto (Darkthrone), Steinar Gundersen (Satyricon, Spiral Architect), Anders Hunstad (El Caco, Autopulver) und Asgeir Mickelson (Spiral Architect, ex-Borknagar).
Wie die Namen der Ensembles vermuten lassen, wo die jeweiligen Mitglieder sonst ihre Knste feilbieten, ist auch "Aruagint" weit davon entfernt, irgendetwas mit Frohsinn oder gar Heiterkeit am Hut zu haben. Die Scheibe ist ein fieser, unbequemer Zeitgenosse, der seine Tristesse in vollen Zgen ausbreitet. Hinzu kommt, dass die Songstrukturen dabei nicht immer einfach sind, sondern mit einem Anflug aus Siebziger Jahre Rock immer auch einen kleinen Schritt ins Progressive wagen. Die Tracks "Salvation" sowie "Skeleton Sand" drften stellvertretend hierfr stehen. Nicht nur, dass dies von den technischen Mglichkeiten zeugt, welche die Mitstreiter von SARKE mitbringen, die gesamte Erfahrung der Band macht sich ein ums andere Mal bemerkbar. Jedes der Instrumente fr sich scheint auf erschreckende Art und Weise zu wissen, was im Klang und in der Dramaturgie zu tun ist, um ein bestimmtes Ziel beim Hrer zu erreichen.
Soundtechnisch wirkt "Aruagint" sehr bedrckend, die Gemchlichkeit und ein gewisser Doom-Faktor in den Songs bauen eine tolle Atmosphre auf. Mal ist die Gitarre mehr auf Black Metal getrimmt, dann wieder nimmt man die Hhen so weit weg und lsst es eher im klassischen Stile. Mal drckt der Bass mit viel Wucht von unten, in anderen Momenten nimmt sich der 4-Saiter gekonnt zurck. So gut die Instrumente funktionieren, so schwer macht es einem aber die Stimme. Vokalist Nocturno Culto rudet sich beinahe Lemmy-like durch die Songs. Da zuckt man beim ersten Durchlauf schon mal zusammen, gewhnt sich aber mit einiger Zeit dran. Das passt mal besser, mal schlechter, bleibt aber grundstzlich ein Stein, an dem man sich gern dran stt. berhaupt sollte man "Aruagint" nicht vorschnell abtun, denn mit einigen Durchlufen lernt man die Scheibe mehr und mehr zu schtzen. Das hier ist ernsthaft, erwachsen und frei von irgendeinem trendigen Scheiss. So was nennt man dann wohl Charakter!
   
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