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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GODSLAVE - In Hell
Band GODSLAVE
Albumtitel In Hell
Label/Vertrieb Day One Records / H'ART
Homepage godslave.de/
Alternative URL https://www.facebook.com/godslaveband
Verffentlichung 27.09.2013
Laufzeit 46:09 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Ich wei es nicht... Ich wei es nicht... Ich kann jetzt zwar nicht sagen, dass die neue Scheibe von GODSLAVE bei mir rauf und runter lief, aber es gibt eine Menge Platten, die wahrlich weniger angespielt wurden. "In Hell" lsst mich immer wieder mit Fragezeichen zurck. Genau deshalb habe ich versucht, mir das Teil immer und immer wieder anzuhren. Ich komme aber einfach nicht ber den Punkt hinweg, dass ich mit der Stimme nicht klarkomme.
GODSLAVE liefern ordentlichen Thrash. Eigentlich. Instrumental, vor allem von den Gitarren, wird formidable Arbeit abgeliefert. Die Schiebude und die xte liefern sich gerade zu Beginn von "In Hell" einen Geschwindigkeits-Battle nach dem anderen und motivieren sich dabei gegenseitig zu Hchstform. Ganz so, als lge Saarbrcken neuerdings an der US-Westkste. Hinzu kommt aber oft auch ein Eindruck, dass die Songstrukturen und Dramaturgien zu sehr am Reibrett entstanden sind. "Setz doch hier mal ein Fill! Mach doch dort mal eine Pause! Lass uns da mal ein Solo einbauen. " Es fliet zu wenig.
Dazu lsst mir die Stimme von Schreihals Thommy immer wieder die Nackenhaare hochgehen. Ich finde die Stimme schlicht nicht gut. Einerseits ist es zu monoton, auch wenn man gerade hier dem Snger zugestehen muss, viel zu probieren. Aber die Versuche, Melodie hinter den Druck und das Geschrei zu bekommen, schlagen aus meiner Sicht vollkommen fehl. So bekommt der Song "I.N.R.Inc." fast schon tragische Zge, weil es klingt, als wrde dort jemand vllig bermotiviert auf der Gartenparty von Oma Inge ins Mikro grlen. Passend wie die Faust aufs Auge ist der Refrain auch noch grtenteils in der gleichen Rhythmik und Harmonie wie Lily Allens "Not Fair".
Es ist sehr viel positives Bemhen im Ganzen. "War stets bemht" ist aber eben dann auch nicht mehr als ausreichend. Die wahrlich starken Augenblicke, wie z.B. der Beginn und das Solo von "Freedom" oder der Einsatz der Orgel in "Intermission Accomplished", werden leider zu oft von vorhersehbaren Momenten eingeholt und kaschiert.
Wer mit der Art der Vocals klar kommt, wird sicherlich seine Freude mit "In Hell" bekommen. Jeder, der GODSLAVE aber nicht eh schon kennt und ein Ohr riskieren mchte, sollte sich vielleicht vorher bei seinen Ohren noch mal informieren, ob die das auch so geil finden.
   
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