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20. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

I.M.NAIL - Hyena Sunrise
Band I.M.NAIL
Albumtitel Hyena Sunrise
Label/Vertrieb Bladebeat Records
Homepage www.imnail.de
Alternative URL www.facebook.de/i.m.nail.de
Verffentlichung 2013
Laufzeit 28:02 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Da geht man abends aus und bekommt gleich eine CD zum Rezensieren zugesteckt und ja, die Gesichter kommen mir auch bekannt vor. Umso gespannter bin ich, was das Quartett I.M.nail auf seinem EP-Debt so zu bieten hat. Das Cover-Artwork passt mit seinen warmen Gelb- und Rottnen perfekt zum Albumtitel und wirkt ansprechend. Nach dem ersten Hrdurchlauf, der leider nur 28 Minuten beansprucht, wrde ich die Koblenzer musikalisch am ehesten dem harten Alternative zuordnen, der vor allem mit Thrash-Elementen gespickt ist. Einflsse von Bands wie den QUEENS OF THE STONEAGE, DREDG und KORN sind nicht von der Hand zu weisen, meist erinnert die Band jedoch an SEPULTURA.

Eigentlich doch ganz vielversprechend! Nehmen wir die Songs mal genauer unter die Lupe: Der erste Song "Heartwire" wird von Drums und Bass eingeleitet, die Rhythmusgitarre und Solis reihen sich harmonisch ein. Power von der ersten Sekunde an. Bei "Narcissus Unleashed" werden die Vocals an manchen Stellen durch ein Megaphon aufgepimpt, Auflockerungen durch kleine Sprechparts sind auch vorhanden - ansonsten bekommt der Song die ntige Aggression in der Stimme, die er braucht. "Angel Amutee" versprht eine gehrige Portion Energie. Im Refrain wird er durch Gastsngerin Rebecca Bretz untersttzt, was dem Song mehr Tiefe verleiht. Eingngig der Part des zweistimmigen Gesangs mit gelungenem Melodiebogen. Er schraubt den Song etwas zurck, bevor der Energiepegel wieder ansteigt. Dieser ruhige Mittelteil kommt einfach super. Mein absoluter Favorit. Fette Gitarrenrhythmik mit leider etwas penetranten Solis lassen "Under The Gun" nicht ganz so stark punkten. In andere musikalische Sphren scheint im ersten Moment der Titelsong "Hyena Sunrise" abzudriften. Ein gewisser Country-/Westernstyle leitet den Song ein. Eine nette Abwechslung. Positives Merkmal hier wieder der zweistimmige Gesang, auch wenn er manchmal etwas unausgereift wirkt. Trotz alledem haucht er dem Song Leben ein. Rebecca verleiht auch "A Tighter Love" wieder ihre Stimme. Fette Riffs, verzerrte Vocals und gengend Aggressionspotential, doch die Melodie geht nicht verloren. Der Klaviereinsatz kommt gut zur Geltung und verleiht dem Song eine, fr das Genre untypische Dsternis.

Allgemein lsst sich sagen, dass der Sound sehr trocken ist. Die Synthies sind, wenn auch meist dezent, perfekt eingesetzt. Hervorzuheben sind die abwechslungsreichen, harten Riffs, die gut eingeflochtenen Gitarrensoli und der drahtig und prsent klingende Bass: Eine harmonische Einheit. Trotz der bombastischen Drums ist mir deren Klang etwas zu blechern. Snger Mike Klockner, der vor einigen Jahren schon der Metalband UNHALLOWED seine Stimme verlieh, versprht mit seinen kratzigen und ausdrucksstarken Vocals einen szenetypischen Charme. An der gesanglichen Kreativitt bedarf es vielleicht noch etwas mehr Feingefhl undGenauigkeit.

I.M.nail und ihre Scheibe sind zwar gerade erst aus dem Boden geschossen, doch ich bin mir sicher, dass sowohl bei der Produktion als auch musikalisch noch mehr Potential vorhanden ist und der Tag kommen wird, an dem "intramedullary nail" (zu Deutsch Marknagel) eine groe Fangemeinde zusammenhlt. Wir bleiben am Ball und sind gespannt, wie die Hynen weiter schreien. Wer die Jungs live sehen will, der komme einfach am 15. November zur Zapfkultur nach Koblenz ins Spkes und lsst sich die Wurst vom Brot ziehen.
   
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