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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FYRNASK - Eldir Nótt
Band FYRNASK
Albumtitel Eldir Nótt
Label/Vertrieb Temple Of Torturous
Homepage www.templeoftorturous.com
Alternative URL fyrnask.bandcamp.com/music
Veröffentlichung 23.09.2013
Laufzeit 56:42 Minuten
Autor Christian Schäfer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Wow, eine außergewöhnliche Black Metal platte. Adjektive wie komplex, intensiv, vielschichtig, facettenreich, anstrengend, böse, nihilistisch, strukturiert, perfektionistisch, mitreißend, aufwühlend, verstörend, konfrontativ, verträumt und schwer verdaulich kommen mir in den Sinn. Blastbeats und strangulierter Kreischgesang wechseln sich mit atmosphärisch-experimentellen Klangspielereien à la DEAD CAN DANCE ab und erzeugen starke, mitunter verwirrende Spannungsbögen. FYRNASK liefern mit ihrem zweiten Album einen Brocken ab, an dem man eine Weile zu kauen hat. "Eldir Nótt" ist ein musikalischer Blick in die Untiefen der Seele von Fyrnd, dem Mann hinter FYRNASK, und vielleicht auch der eigenen Seele, wenn man sich von dem Album dorthin führen lässt und erträgt, was man dort vorfindet. Dass FYRNASK eine Ein-Mann-Band ist fällt zu keinem Zeitpunkt auf; Fyrnd bedient nicht nur Mikrophon und sämtliche Instrumente mit frappierender Sicherheit, auch sein Songwriting ist ausgewogen und abwechslungsreich, so dass selbst bei rund einer Stunde Spielzeit kaum Längen und Wiederholungen das Hörerlebnis trüben. Bei aller Wertschätzung für Fyrnds Leistung bei diesem Meisterwerk stelle ich jedoch fest, dass ich mit "Eldir Nótt" nicht richtig viel anfangen kann. Ich empfinde die Musik als anstrengend bis unangenehm und interessiere mich schlicht zu wenig für z.B. spiritistische germanische Naturbetrachtungen und paganistische Rituale, die einen guten Teil seiner Inspiration ausmachen. Black Metaller dürften an diesem Album ihre ganz helle (oder dunkle) Freude haben; Musiknerds und Obskuritätsfetischisten werden es ganz sicher mögen; alle anderen sollten mal vorurteilsfrei reinhören. Vielleicht gefällt es.
   
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