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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SATYRICON - Satyricon
Band SATYRICON
Albumtitel Satyricon
Label/Vertrieb Roadrunner Records/Warner
Homepage www.satyricon.no
Verffentlichung 06.09.2013
Laufzeit 53:12 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ganze fnf Jahre hat das letzte SATYRICON-Album "The Age of Nero" auf dem Buckel. Satyr und Frost hatten also viel Zeit, das neue, selbstbetitelte Album vorzubereiten und zu perfektionieren. Es sollte etwas ganz besonderes werden. Nach mehreren Durchlufen und intensivem Beschftigen mit "Satyricon", kann ich das besttigen. Schon mit der Entscheidung, auf moderne Aufnahmetechniken zu verzichten und stattdessen einen mglichst bodenstndigen und organischen Sound abzuliefern, trifft man voll ins Schwarze. Sicherlich ist es erst einmal ungewhnlich, dass selbst jegliche Gitarren-Effektgerte aus dem Studio verbannt wurden, doch dem Ergebnis tut der so erzeugte eher altmodische Klang sehr gut. Im Gegensatz dazu steht der musikalische Inhalt, denn SATYRICON erfinden sich auf der Scheibe ein weiteres Mal neu und treiben ihre Experimente mit rockigen, progressiven und sogar gelegentlichen Anflgen von Poprock Elementen auf die Spitze. Besonders dominant ist dabei die doomige Ausrichtung, denn das Album ist phasenweise abgrundtief dunkel, ohne besonders hart zu sein. Das gelingt dem Duo besser als den meisten aktuellen Bands des wiederbelebten Okkultrocks.
"Tro Og Kraft" geht mit einprgsamen Gitarrenmelodien, gedrosseltem Tempo und 70er-Rock-Schlagzeug an den Start. In "Our World, It Rumbles Tonight" wird es epischer, denn dezente Keyboardklnge und Hintergrundchre sorgen fr eine packende Atmosphre. Das fnfte Stck hat mich zunchst vllig verwirrt. "Phoenix" ist eine ruhige, radiotaugliche Darkrock-Nummer mit Gast Sivert Hyem (MADRUGADA) am Mikrophon. Das wird nicht jedem schmecken, aber Vielseitigkeit ist auf dem sechsten Werk der Norweger nun mal Trumpf. In der zweiten Hlfte besinnt man sich zweimal zurck zur Schwarzware, denn "Walker Upon The Wind" und "Ageless Northern Spirit" kommen berwiegend mit Blastbeats, ordentlicher Hrte und nordischer Klte daher. "The Infinity Of Time And Space" ist das lngste und verschachtelste Stck der Scheibe und reprsentiert "Satyricon" vielleicht am besten. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass SATYRICON die lange Zeit genutzt haben um ein sehr gut durchdachtes, mehr als eigenstndiges und rundes Stck Musik zu fabrizieren. Das Ganze hat meistens nicht mehr viel mit dem zutun, was ursprnglich mal als Black Metal verstanden wurde und die Mainstreamvorwrfe werden kommen, aber wenn man dabei so gute Songs raushaut, ist es doch vllig egal, wie das Kind heit. Qualitt zhlt und die wird hier definitiv geboten.
   
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