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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DISÖRDER - Sin For Salvation - The Lucifer Chronicles
Band DISÖRDER
Albumtitel Sin For Salvation - The Lucifer Chronicles
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage sinforsalvation.wordpress.com/
Veröffentlichung 2011
Laufzeit 41:07 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Ein "Ö" im Bandnamen scheint schon lang nicht mehr nur bei Motörhead ein Garant für mitreißende und lautstarke Metalplatten, sondern allgemein ein Gütesiegel für beeindruckende, rasante und ausgefeilte musikalische Leistung zu sein. So ist es also kaum verwunderlich, dass auch die kölnische Death Metal Band Disörder mit ihrer Eigenproduktion "Sin For Salvation - The Lucifer Chronicles" ein beeindruckendes, vor allem mächtiges Album abliefern, das so manche Death-Veröffentlichungen der letzten Zeit mit Leichtigkeit in den Schatten stellen kann. Ein Grund mehr also die berühmten "ö"-tragenden Bands einmal hinten an zu stellen, und den mitreißenden, fetten Death-Klängen dieser drei Kölner zu lauschen, die mit dem ersten Song "We Are The Dead" bereits beweisen, dass ihnen die brodelnde Gitarren-Riffs, melodische Gitarren-Passagen und ein fast schon doomiger Charakter, die das Intro zum Song einleiten, bestens zu Gesicht stehen, so dass der unmittelbare Einstieg in rasende Riffs und wütende Growls zur absoluten KrÖnung wird.
Das Thema Abwechslung und Eigenständigkeit wird auf dieser Platte allgemein so groß geschrieben, dass Fans düsterer und schwarzer Death-Kunst, als auch die melodischen Feingeister, die mit Eifer mitkreischbare Refrains bevorzugen, hier ihr Ohrenfutter finden werden. Denn alle zehn Songs bohren sich in die HÖrmuschel mit deutlichen Wiedererkennungswert, so dass man ab jetzt mit Sicherheit behaupten kann, dass nicht nur der kleine Buchstabe "ö" ausreicht, nein man sollte schon eine große Portion Enthusiasmus, wie Disörder, an den Tag legen, um eine Platte präsentieren zu können, die mit solch einer Spielfreude und bemerkenswertem Druck aus den Boxen dringt. Die Songs "Grave Of The Universe" und "Hail Hail Phosphorous" sollten im heimischen Wohnzimmer also unbedingt in passender Lautstärke gehört werden, um sich von dieser Band überzeugen zu lassen. Denn hier gibt es es sie noch: sägende Gitarren, wuchtige Growls, abwechslungsreiches Song-Writing, schwarze Atmosphäre und die passende Oldschool-Mentalität, die nicht überhört werden sollte, und vor allem Lust auf mehr macht! Und gerade die Tatsache, dass dieses Album bereits 2011 das Licht der Welt erblickte, lässt hoffen, dass es aus der Kölner Gegend bald neues von Disörder zu hören geben wird. Denn von solchen Alben brauchen wir eindeutig möööhr!
   
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