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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ERYN NON DAE - Meloria
Band ERYN NON DAE
Albumtitel Meloria
Label/Vertrieb M&O Music
Homepage www.erynnondae.com
Verffentlichung 2012
Laufzeit 58:17 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Besser spt als nie! In den letzten Tagen habe ich mich mit der zweiten Scheibe der Franzosen ERYN NON DAE beschftigt und bin zu einem Ergebnis gekommen. Das Konzept von "Meloria" ist so einfach, wie es konsequent ist: es geht um Atmosphre, komplexe Songstrukturen und jede Menge Wut, die einfach mal raus muss. Die Basis der sieben, teils berlangen Stcke ist stets die Rythmusarbeit. Bass und Schlagzeug verstehen sich hervorragend und dass sich hier absolute Knner an den Instrumenten auslassen, merkt man schon im ersten Stck "Chrysalis". Mit groovigen Passagen und unerwartet ruhigen Ambiente-Momenten werden die zunchst ziemlich sperrig wirkenden Songs aufgelockert. "The Great Downfall" setzt genau da an und bietet ebenfalls schwer verdauliche, hchst anspruchsvolle Krawallmusik. Dass der Wechsel zwischen brachialen Ausbrchen und wohlklingenden, entspannteren Post Rock-Klngen ebenfalls gut funktioniert, zeigt "Muto", welches dem Hrer in der Mitte eine kleine, klar gesungene Verschnaufpause gnnt. Auch der elf Minuten lange Brocken "Black Obisdian Pyre" beginnt als berraschend ruhiges, schwerflliges Doom-Stck, welches sich fast zum Stillstand entwickelt und dann doch noch einige aggressive Parts bieten kann.
Mit etwas Fantasie wrde ich soweit gehen und ERYN NON DAE als die TOOL des Extrem Metals bezeichnen. Melodien und wirklich schne Momente sind Mangelware, stattdessen gibt es die volle Portion Technik und viel abgrndige Stimmung. "Meloria" will erarbeitet werden und ist ganz sicher nicht fr jeden geeignet. Immer knnte ich mir diese Art von Musik auch nicht geben, aber zur richtigen Zeit und mit etwas Geduld, funktioniert die Scheibe schon sehr gut.
   
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