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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RAZORBACK - Animal Anger
Band RAZORBACK
Albumtitel Animal Anger
Label/Vertrieb Massacre Records
Homepage www.razorback-online.com
Verffentlichung 26.04.2004
Laufzeit 43:06 Minuten
Autor Roland Wohde
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Nachdem ich mir das Coverartwork der CD betrachtet hatte und den Namen Razorback las, erwartete ich nach dem Drcken der Playtaste ziemlich harten Toback. Etwas Kaltes, Technisches, vielleicht in Richtung Fear Factory. Doch geboten wird hier etwas komplett anderes. Auch das Wissen darum, dass es sich im Kern der Band um drei Mannen (Rolf Munkes, Markus Bielenberg, Pierre Fienhold) der verblichenen Vanize handelt, leitet einen bei Vermutungen nur fehl. Denn bei Razorback steht nicht Teutonenstahl la Accept auf dem Programm, sondern recht abwechlungsreicher, sehr melodischer Metal.
Um ihre Ideen in die Tat umsetzen zu knnen holte sich das Trio Verstrkung in Form von Chris Heun fr die zweite Gitarre und dem ehemaligen Company of Snakes-Snger Stefan Berggren. Dieser ist ein absoluter Glcksgriff fr die Band. Denn mit seiner angenehm klaren, kraftvollen und bei Bedarf auch mal raueren Stimme, die er sehr variabel einsetzt, wei Hr. Berggen absolut zu berzeugen. Aber natrlich geben auch seine erfahrenen Kollegen an den Instrumenten hier eine gute Figur ab. Im allgemeinen kommen die Songs gut auf den Punkt und decken eine ordentliche Bandbreite ab. So findet man hier flotte Rocker wie "The Hymn", in dessen Solopart das Thema von "Freude schner Gtterfunken" aufgegriffen wird, oder im Midtempo gehaltene Ohrwrmer wie das mit einem klasse Refrain versehene "One by one". Auch in Sachen Hrtegrad ist fr jeden was dabei. So gibt es natrlich Sachen frs Herz, die aber ohne viel Kitsch auskommen wie "Fire and rain", oder das ruhige "Dead man's song", aber es darf auch mal etwas hrter werden wie beim treibenden "Release me". Bei Songs wie "A new king in town" schwirrt mir in Bezug auf Songaufbau und Stimmung, aber auch Stimme, immer mal wieder der Name DIO durch den Kopf, was hier als Kompliment zu verstehen ist. Dagegen wird das in meinen Ohren recht schwache "Kiss of death", dessen Leadgitarre im Schunkelrefrain mich irgendwie an Autowerbung erinnert, nur durch die klasse Strophen gerettet. Das ausgerechnet dieses Stck im Labelinfo als "knallhart" angepriesen wird ist mal wieder der Witz berhaupt. Na aber dafr kann ja die Band nichts.
Alles in allem ist "Animal Anger" eine gute Melodic-Metal Platte, die man immer mal wieder gern auflegt und die jedem Fan dieser Richtung gut munden drfte. Cover und Titel bleiben mir in Bezug auf den Inhalt aber nach wie vor ein Rtsel.
   
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