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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OLIVA - Raise The Curtain
Band OLIVA
Albumtitel Raise The Curtain
Label/Vertrieb AFM Records / Soulfood
Homepage www.jonoliva.net
Verffentlichung 21.06.2013
Laufzeit 54:01 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Der Tod von Matt LaPorte war wohl ein ziemlicher Schock fr Jon Oliva. Matt hatte sich nicht nur musikalisch sondern auch persnlich zu einer sehr wichtigen Bezugsperson entwickelt. Und so beschloss Jon als nchstes ein Soloalbum aufzunehmen, auf dem er sich absolut selbst verwirklichen kann. Dieses Album "Raise The Curtain" wurde am 21.06. schlicht unter dem Namen OLIVA verffentlicht. Jon hat auf diesem Album sehr viel selbst eingespielt und wurde von Tom und Jim Morris, JON OLIVA'S PAIN, Drummer Chris Kinder oder Dan Fasciano untersttzt. Auf "Raise The Curtain" vermischt Jon alle mglichen Stile in wirklich starken Songs. Schnell kommt der Eindruck auf, dass er hier genau das spielt was er schon immer mal machen wollte, ohne Rcksicht auf Erwartungen an einen bestimmten Bandsound zu nehmen.

"Raise The Curtain" startet mit dem Titelstck, einer Art proggigem, dezent bombastischem Instrumental, in das die gesungene Titelzeile mehrfach eingeschoben wird. Das Stck lebt von verspielten Gitarren- und Orgelmelodien, die sich gekonnt ergnzen und weckt Erinnerungen an 70er-Rock im Stil von KANSAS oder den frhen URIAH HEEP. Das riffbetonte "Soul Chaser" ist danach etwas schneller. Jon singt in seiner typischen leicht kratzigen Art, aber absolut ausdrucksstark. Abwechslungsreiche Gitarren- und Orgelparts, die auch mal richtig schnell werden, schaffen mit dem Gesang einen etwas hrter angelegten Progrock-Song. Das folgende "Ten Years" ist der totale Gegensatz. Mit seinen jazzigen Klavier- und Blserelementen klingt dieser Song eher nach Big Band-Swing. Im eingngigen Chorus baut Jon dezente Verweise zum SAVATAGE Epos "Morphine Child" ein. Ein cooles Stck und definitiv mal was anderes. "Father Time" berrascht mit funkigen Gitarren und berzeugt durch eingngigen Chorus und ein gefhlvolles Solo. Das dstere langsame "I Know", in dem Jon sehr gefhlvoll singt, erinnert an das TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA. Im rockigen "Big Brother" wird mal richtig Gas gegeben - riffbetonte Gitarren und schwere Orgelklnge schaffen einen Song irgendwo zwischen DOCTOR BUTCHER und URIAH HEEP. Derartig abwechslungsreich klingt auch der Rest des Albums. Egal ob gefhlvolle Ballade mit Akustikgitarren ("Soldier"), mystischer Metal mit Horrorfilmflair ("Armageddon") oder "normaler" Rock mit Anleihen bei BOSTON oder JOURNEY ("The Witch") - fr Jon scheint es bei diesem Album keine Grenzen gegeben zu haben. Das regulre Album endet sehr relaxt mit "Can't Get Away", mit coolen Gitarren, bluesigen Einflssen und nettem Westcoast-Flair.

Jon OLIVA hat mit "Raise The Curtain" ein absolut vielseitiges Album verffentlicht, auf dem kein Song wie der andere klingt. Seine Stimme ist erfreulich krftig und ausdrucksstark. Mit dem Cover schafft er eine emotionale Verbindung zur Vergangenheit und ein schnes Tribut an seinen verstorbenen Bruder Chris, von dem wohl einige Ideen auf dem Album stammen. Auch wenn der eine oder andere wegen SAVATAGE oder JON OLIVA'S PAIN bestimmt anderes erwartet hat, dieses Album drfte keinen Fan von Jon enttuschen, auch wenn es vielleicht einige Durchlufe dauern wird. Wenn die Plattenfima schreibt "...the Mounain King still has so much to give" hat sie damit absolut recht. Besser kann man dieses starke abwechslungsreiche Album nicht in einem Satz beschreiben.
   
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