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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NVRVD - Coma (EP)
Band NVRVD
Albumtitel Coma (EP)
Label/Vertrieb Hummus Records
Homepage https://www.facebook.com/nvrvd/info
Verffentlichung 01.06.2013
Laufzeit 21:59 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Man wird langsam lter und bekommt nicht mehr so unglaublich viel von der lokalen Musikszene mit, da kann es schon mal passieren, dass ich zum ersten Mal ber "My Revelations" von einer Band aus Minden und Bielefeld hre, die ziemlich brauchbares Material an den Start bringt. "Coma" ist eine knapp 22 Minuten lange EP von NVRVD (Frher NEVERVOID), die schon durch ihre optische Aufmachung punkten kann. Passend zur quadratischen Pappverpackung, kommt eine CD im Vinyl-Look. Obendrauf gibt es noch abgedruckte Texte und ein wirklich cooles Covermotiv.

Auf den sechs Stcken der Scheibe prsentieren die Jungs eine eigenwillige Mischung aus modernem Hardcore, Sludge, Post Rock und sogar etwas Black Metal. Ihr seht schon, auch die abenteuerlichste Schublade kriegt die Musik von NVRVD nicht wirklich zu fassen. Genau das hebt Stcke, wie beispielsweise das erffnende, nach einem Ort in der Lneburger Heide benannte, "Oberhoe" vom Metalcore-Einheitsbrei ab. Hier treffen dstere Ambienteklnge auf schleppende, harte Riffe und einen super angepissten Shouter. Im folgenden "Impartial Eyes" geht es etwas konventioneller zu, zumindest bis ein paar wirklich schrge Gitarrenlufe das rohe Hardcore-Hochgeschwindigkeitsgeschoss verfeinern. Wie auch bei spteren Nummern wechseln sich Christian und Stefan Braunschmidt beim Auskotzen am Mikrophon ab, was die ganze Sache noch spannender gestaltet. Im recht verstrenden "No Heaven" geht noch mal die Luzi ab und der Rausschmeisser "Niederohe" zeigt die Truppe von einer weniger aggressiven Seite, denn da bietet die EP pltzlich instrumentalen, stimmungsvollen Post Rock vom Feinsten, mit Groove Metal-Passage als kleiner berraschung obendrauf.
Sicherlich gibt es hier und da noch Luft nach oben. Auch die Spielzeit von ber 20 Minuten, kommt im Grunde nur wegen ein, zwei langen Intros und dem Fllstck "An Echo To Your Unbeliefs" zustande. Nichtsdestotrotz ist die Musik von NVRVD interessant und lsst auf weitere Verffentlichungen (dann bitte ber die ganze Distanz) hoffen.
   
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